Pharma

Chinesischer Wolford-Eigner will Tiermedizinsparte von Bayer

Der chinesische Beteiligungskonzern Fosun, in Österreich mehrheitlich an Wolford beteiligt, prüft derzeit die Übernahme einer Sparte von Bayer. Der deutsche Chemieriese könnte den Verkausprozess schon in den kommenden Wochen starten, wie es heißt.

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Der chinesische Beteiligungskonzern Fosun, in Österreich mehrheitlich an Wolford beteiligt, erwägt die Übernahme des Tiergesundheitsgeschäftes des deutschen Bayer-Konzerns. Fosun führe Gespräche mit potenziellen Beratern und erwäge, zusammen mit Finanzinvestoren dem Pharmariesen ein Angebot zu unterbreiten, berichtete Bloomberg unter Berufung auf Insider.

Demnach könnte Bayer schon in den kommenden Wochen den Verkaufsprozess einleiten. Das Tiergesundheitsgeschäft könnte bis zu 8 Milliarden Euro einbringen und habe Interesse etwa bei KKR, CVC Capital Partners, Advent International, Blackstone, EQT und Permira geweckt. Bayer wollte den Bericht nicht kommentieren.

Der deutsche Aspirin-Hersteller hatte Ende 2018 angekündigt, nach der milliardenschweren Übernahme von Monsanto rund 12.000 der weltweit gut 118.000 Arbeitsplätze zu streichen sowie Unternehmensteile zu verkaufen. Vor allem den Bereich Tiergesundheit will Konzernchef Werner Baumann abgegeben. Obwohl der Bereich weltweit auf der Marktposition fünf liege, sei es nicht gelungen, "uns langfristig nach oben zu arbeiten", hatte er eingeräumt. Laut Baumann muss Bayer nicht lange nach einem Käufer suchen. "Für attraktive Geschäfte gibt es immer Interessenten, die sich auch schon bei uns melden", hatte er gesagt.

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Bayer drücken nach dem Kauf des US-Saatgutriesen Monsanto, der den umstrittenen Unkrautvernichter Glyphosat im Programm hat, per Ende September Schulden von rund 36,5 Milliarden Euro. (reuters/apa/red)

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