Expansion

Chinesischer Mutterkonzern von Wolford will deutsche Bank kaufen

Der chinesische Mischkonzern Fosun will sich das deutsche Bankhaus Lampe einverleiben. In Österreich gehört Fosun der traditionsreiche Vorarlberger Strumpfhersteller Wolford.

Der chinesische Mischkonzern Fosun, Mehrheitseigentümer des Vorarlberger Strumpfherstellers Wolford, steht Insidern zufolge vor einer Übernahme des Bankhaus Lampe. Es werde erwartet, dass Fosun in den nächsten Tagen einen Kaufvertrag unterzeichnet, sagten zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters.

Dabei werde die zum Familienkonzern Oetker gehörende Bank aus Bielefeld mit rund 250 Mio. Euro bewertet. Oetker lehnte eine Stellungnahme ab, von Fosun war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten.

Oetker, zu dessen weitverzeigtem Reich neben dem bekannten Lebensmittelkonzern auch Brauereien wie Radeberger und Hotels gehören, hatte das Bankhaus Lampe 2018 ins Schaufenster gestellt. Das 1852 gegründete Institut erwirtschaftete 2018 mit gut 600 Mitarbeitern auch dank Auflösung von Rückstellungen einen Überschuss von 15 Mio. Euro.

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Fosun hatte 2016 bereits die Übernahme der Frankfurter Privatbank Hauck & Aufhäuser unter Dach und Fach gebracht. Die Chinesen erhofften sich Synergien durch eine Zusammenlegung der Bank mit dem Bankhaus Lampe, sagten die Insider. (reuters/apa/red)

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