Autozulieferer

Chinesische Gruppe übernimmt Anteile am deutschen Autozulieferer SHW

Wieder ein Einstieg von Chinesen bei einem deutschen Zulieferer - diesmal heißt der Investor Anhui ARN Group, der knapp über sechs Prozent am schwäbischen Autozulieferer SHW übernimmt. SHW gilt als eines der ältesten noch bestehenden Industrieunternehmen in Deutschland.

Ein chinesischer Investor ist beim schwäbischen Autozulieferer SHW eingestiegen. Die Anhui ARN Group hält 6,06 Prozent an der Firma aus Aalen, wie aus einer Stimmrechtsmitteilung hervorgeht.
 
SHW habe die Investmenbank Berenberg als Berater engagiert, um seine Optionen zu prüfen, sagten zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters. Berenberg und SHW lehnten eine Stellungnahme ab.

Eckdaten zu SHW heute

Das Unternehmen, das als eines der ältesten noch bestehenden Industrieunternehmen in Deutschland gilt, ist an der Börse rund 160 Millionen Euro wert. Mit weltweit rund 1.300 Mitarbeitern liefert SHW Bremsscheiben, Pumpen und Motorkomponenten an die großen Automobilhersteller und ist auch in China stark vertreten. 2015 setze SHW 463 Millionen Euro um und erwirtschaftete einen Nettogewinn von gut 14 Millionen Euro.

Anfänge als Schwäbische Hüttenwerke im 14. Jahrhundert

Die Anfänge des einst als Schwäbische Hüttenwerke bekannten Unternehmens gehen auf das Jahr 1365 zurück. SHW verfügt über keinen Ankeraktionär, die Aktien sind bisher zu 100 Prozent im Streubesitz.

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Franklin Templeton ausgestiegen

Die Investmentgesellschaft Franklin Templeton, die Ende 2015 nach Angaben des SHW-Geschäftsberichts mit fast zehn Prozent noch größter Einzelaktionär war, veräußerte einer Stimmrechtsmitteilung zufolge am 1. August ihre SHW-Aktien.  (APA/Reuters/red)

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