Anlagenbauer

Chinesen wollen Aixtron übernehmen - Aktionäre zögern

Die Aktionäre des deutschen Chipanlagenbauers Aixtron lassen den chinesischen Investor Grand Chip Investment (GCI) zappeln: Von den notwendigen 60 Prozent der Aktien ist der chinesische Käufer noch weit entfernt. Der chinesische Investor dementiert unterdessen Berichte, er stehe unter staatlichem Einfluß.

Die Aktionäre des angeschlagenen deutschen Chipanlagenbauers Aixtron machen es für den chinesischen Investor Grand Chip Investment (GCI) spannend. Wenige Tage vor Ablauf der Annahmefrist haben die Anleger dem Käufer erst 16,58 Prozent des Grundkapitals angedient, wie GCI mitteilt.

Chinesen wollen Aixtron schlucken

GCI will das 1983 aus der RWTH Aachen hervorgegangene Unternehmen für rund 676 Mio. Euro - sechs Euro je Aktie - übernehmen. Derzeit wird der TecDax-Wert mit etwa 5,40 Euro gehandelt. Eine Bedingung für die Transaktion ist eine Mindestannahmeschwelle von 60 Prozent. Die Annahmefrist endet am 7. Oktober.

Allerdings nehmen Investoren meist erst kurz vor Toresschluss die Übernahmeofferte an. Rund 30 Prozent der Aixtron-Aktien liegen bei Privatinvestoren, der Rest bei institutionellen Anlegern. Die Investmentfirma Argonaut, mit acht Prozent einer der größten Aixtron-Aktionäre, hatte zuletzt angekündigt, die Grand-Chip-Offerte zu akzeptieren.

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"Habe nicht mit der chinesischen Regierung besprochen"

Der chinesische Investor Liu Zhendong, dem die GCI über seine Firma Fujian Grand Chip (FGC) gehört, dementierte einem Magazinbericht zufolge Spekulationen, sein Unternehmen unterstehe staatlichem Einfluss. "Ich habe die Investition nicht mit chinesischen Regierungsbeamten besprochen. In meiner Firma FGC treffe ich die Entscheidungen alleine", sagte Liu Zhendong dem Magazin "Spiegel".

Gleichwohl räumte er dem Bericht zufolge ein, dass ein Minderheitsanteil von FGC indirekt der Lokalregierung von Xiamen gehört. (APA/Reuters/red)

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