Rohstoffe

Chinesen übernehmen eine der weltgrößten Eisenerzminen

Die bolivianische Eisenerzmine El Mutun geht an Sinosteel. Damit übernimmt ein chinesischer Konzern die Ausbeutung an einem der größten Eisenerzvorkommen der Welt.

Bolivien hat die Ausbeutung eines der größten Eisenerzvorkommens der Welt an ein chinesisches Bergwerksunternehmen vergeben. Sinosteel Engineering & Technology Co. hat die Ausschreibung für die Erzgewinnung in den Lagerstätte von El Mutun gewonnen, teilt das Bergbauministerium in La Paz mit.

Die Reserven in El Mutun, an der westbolivianischen Grenze zu Brasilien, werden auf 40 Milliarden Tonnen Eisenerz und 10 Milliarden Tonnen Manganerz geschätzt.

Anlage mit einer Kapazität von 1,5 Mio. Tonnen Stahl geplant

Das Projekt sieht auch den Bau von einer Anlage in Bolivien vor, in der 1,5 Millionen Tonnen Stahl produziert werden sollen. Nach Schätzung der Regierung kann damit 60 Prozent der lokalen Nachfrage gedeckt werden.

El Mutun war 2007 an den indischen Konzern Jindal Steel and Power vergeben worden. Das Bergbauunternehmen gab jedoch 2012 das Projekt nach einem längeren Konflikt mit der Regierung auf. Die Behörden hatten das Ausbleiben der vereinbarten Investitionen beanstandet. (dpa/apa)