Weltwirtschaft

Chinas Regierungschef sieht Wirtschaft wieim Aufwind

Laut dem chinesischen Regierungschef Li Keqiang zeigten die Konjunkturindikatoren im ersten Quartal wieder einen Aufschwung - offen bleibt aber die Frage, wie nachhaltig der Trend ist.

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Chinas Wirtschaft spürt laut Regierungschef Li Keqiang Rückenwind. Dies zeigten die Konjunkturindikatoren im ersten Quartal, sagte der Ministerpräsident im Staatsfernsehen. Doch sei die Basis dieses Aufschwungs nicht solide, warnte Li. Er äußerte sich eine Woche vor der Veröffentlichung der Wachstumszahlen für die ersten drei Monate des Jahres.

Experten erwarten ein Plus beim Bruttoinlandsprodukt (BIP) von 6,7 Prozent. Damit würde der Zuwachs einen Tick niedriger ausfallen als im Schlussquartal des letzten Jahres, als plus 6,8 Prozent heraussprangen. Li äußerte sich zuversichtlich, die großen wirtschaftlichen Ziele heuer zu erreichen.

Die kommunistische Führung in Peking peilt für 2016 nur noch ein BIP-Wachstum zwischen 6,5 und 7,0 Prozent an. 2015 hatte Chinas Wirtschaft mit 6,9 Prozent so langsam zugelegt wie seit einem Vierteljahrhundert nicht mehr. Dem Reich der Mitte macht eine schwächelnde Binnennachfrage zu schaffen.

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Auch das Exportgeschäft läuft nicht mehr rund. Zudem wird in Branchen wie Stahl, Zement und Bergbau über den Bedarf hinaus produziert, was Massenkündigungen zur Folge hat. (APA/Reuters)