​Industrieproduktion

Chinas Industrie schrumpft weiter

Die Flaute in China könnte sich weiter verstärken: Im Dezember ist die Industrieproduktion der zweitgrößten Volkswirtschaft erneut deutlich zurückgegangen. Zugleich ist die Nachfrage sowohl im Inland als auch im Ausland schwächer.

​Industrieproduktion Konjunktur China

In China ist die Industrieproduktion im Dezember den fünften Monat in Folge zurückgegangen und hat damit die Furcht vor einer immer stärker abflauenden Konjunktur der weltweit zweitgrößten Volkswirtschaft genährt. Der offizielle Einkaufsmanagerindex PMI betrug im Dezember wie von Experten erwartet 49,7.

Damit liegt der Wert zwar leicht über dem des Vormonates von 49,6. Doch ein Wert unter 50 signalisiert eine Schrumpfung der Wirtschaft, einer über 50 ein Wachstum.

Die Industrie in der Volksrepublik bekommt die schwächere Nachfrage aus dem In- und Ausland deutlich zu spüren und kämpft nach Jahren des Booms mit einer Konjunkturabkühlung. Im zu Ende gegangenen Jahr 2015 dürfte die Wirtschaft nach Schätzungen der Zentralbank um 6,9 Prozent gewachsen sein. Das wäre der geringste Anstieg seit 25 Jahren. 2014 betrug das Wirtschaftswachstum noch 7,3 Prozent. 2016 könnte auf 6,8 Prozent sinken, heißt es in einem Arbeitspapier der Zentralbank. (reuters/apa)