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China verspricht schnellere Öffnung der Wirtschaft für westliche Firmen - wieder einmal

China will seine Wirtschaft rascher für ausländische Unternehmen und Investoren öffnen. Allerdings ist das nicht die erste Ankündigung dieser Art. Diesmal sollen bestimmte Lockerungen schon 2020 und nicht erst 2021 kommen.

China will seine Wirtschaft rascher für ausländische Unternehmen und Investoren öffnen. Ministerpräsident Li Keqiang sagte beim World Economic Forum in der chinesischen Hafenstadt Dalian, die Deckelung von Beteiligungen ausländischer Firmen im chinesischen Finanzsektor solle schon 2020 und damit ein Jahr früher als bisher geplant gelockert werden.

Li nannte dazu die Bereiche Aktien- und Derivatehandel sowie Lebensversicherungen. In der Industrie, einschließlich der Autobranche, werde die Öffnung ebenfalls weitergehen. Die Hürden für den Einstieg in den Verkehrs- und Telekom-Sektor sollten im kommenden Jahr verringert werden. Am Sonntag hatte China die Zahl der Branchen, in denen ausländische Unternehmen nur eingeschränkt investieren dürfen, von 48 auf 40 gesenkt.

Die USA und auch die EU fordern von China seit längerem eine Lockerung der Beschränkungen für ausländische Firmen und einen gleichberechtigten Marktzugang. Dies ist auch Teil des von US-Präsident Donald Trump angefachten Handelsstreits mit China. Die Regierung in Peking hatte bereits im Mai eine weitere Öffnung für Banken und Versicherer zugesagt. Auflagen zur Gründung eigener Töchter und Filialen in China sollen abgebaut werden.

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Die US-Investmentbank Morgan Stanley zeigte sich erfreut über die Ankündigungen. Man heiße jede Entscheidung aus China willkommen, die auf eine weitere Liberalisierung des Finanzsektors hinauslaufe. Ähnlich äußerte sich die Citigroup. Sie ist gerade dabei, ein Aktien-Gemeinschaftsunternehmen in China aufzubauen, an dem die US-Bank die Mehrheit hält. Morgan Stanley hat ähnliche Pläne.

Die USA haben China wegen des Handelsstreits mit zahlreichen Sonder-Zöllen überzogen, worauf die Volksrepublik mit ebensolchen Erhebungen reagierte. Der Konflikt belastet auch die Weltwirtschaft. Am Samstag dann hatten sich Trump und der chinesische Präsident Xi Jinping auf eine Atempause in dem Streit verständigt. Trump hatte erklärt, er gehe davon aus, dass China und die USA "wieder auf Kurs" seien. Neue Sonderzölle solle es auf absehbare Zeit nicht geben. (reuters/apa/red)