Stahlindustrie

China schränkt Importe von Abfall weiter ein

Für China war die Einfuhr von Abfalll bisher ein bedeutender Wirtschaftszweig. Die neuen Verbote sollen Umweltbelastung senken und eigene Produktion verstärken.

Abfallwirtschaft Stahlhandel Stahlindustrie Metallindustrie China

China will im Kampf gegen die Umweltverschmutzung die Einfuhr von Abfällen aus dem Ausland weiter einschränken. Ab Ende 2018 dürften bestimmte Metallschlacke und Chemie-Abfälle nicht mehr importiert werden, teilte das Umweltministerium mit. Insgesamt gehe es um 16 Produkte. Zudem werde Ende 2019 der Import von weiteren 16 Abfallstoffen aus dem Metall-Bereich untersagt.

Für die Volksrepublik war die Müll-Einfuhr bisher ein bedeutender Wirtschaftszweig. 2016 importierte das Land 7,3 Millionen Tonnen Plastikmüll im Wert von 3,7 Mrd. Dollar (drei Mrd. Euro). Ende 2017 hatte China die Annahme von Abfällen aus dem Ausland aber eingeschränkt.

Die Führung in Peking begründete dies damit, dass in zur Wiederverwertung importiertem Müll große Mengen unbrauchbare und teils gefährliche Abfälle gefunden worden seien. Die Verbote sollen aber nicht nur die Umweltbelastung in China verringern, sondern auch die Wirtschaft des Landes weg von der Abfall-Verarbeitung auf ein höheres Produktionsniveau heben.

White Paper zum Thema

Die EU-Kommission hat in Reaktion auf die Einfuhr-Verbote angekündigt, mehr Kunststoff-Abfall in Europa wiederzuverwerten. Dazu erwägt die Brüsseler Behörde eine Plastiksteuer oder auch Auflagen für Wegwerfverpackungen. Zudem soll eine verbindliche Recycling-Quote kommen. In der EU fallen jährlich 26 Millionen Tonnen Plastikmüll an, die zuletzt zum Großteil nach Asien exportiert werden. (reuters/apa/red)