Stahlindustrie

China kündigt Hilfe für entlassene Stahlarbeiter an

Mit einem speziellen Umschulungsprogramm will China wegen massiver Überkapazitäten entlassene Stahl- und Kohlearbeiter wieder in den Arbeitsmarkt eingliedern.

Mit einem speziellen Umschulungsprogramm will China wegen massiver Überkapazitäten entlassene Stahl- und Kohlearbeiter wieder in den Arbeitsmarkt eingliedern. Mehrere Ministerien kündigten entsprechende Pläne zur Unterstützung der vom Stellenabbau betroffenen Chinesen an, wie die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua mitteilt.

Schwerpunkt ist ein Trainingsprogramm, das ihnen dabei helfen sollte, in anderen Bereichen Arbeit zu finden. Dafür sollten die Arbeiter kostenlos umgeschult und beraten werden. Zudem würden Umzüge in Regionen mit besseren Jobaussichten unterstützt. Keine Angaben machte Peking zunächst dazu, für wie viele entlassene Stahl- und Kohlearbeiter das Trainingsprogramm vorgesehen war.

China hatte im Februar angekündigt rund 1,8 Millionen Jobs in der Stahl- und Kohleindustrie abbauen zu wollen. Für die Entlassungen wurde zunächst kein zeitlicher Rahmen genannt. Zur Unterstützung der entlassenen Arbeiter wollte die Regierung umgerechnet etwa 14 Milliarden Euro bereitstellen.

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Allein die Überkapazitäten der Stahlindustrie sind in China laut einer Studie der Europäischen Handelskammer zwischen 2008 und 2014 von 132 Millionen auf 327 Millionen Tonnen gestiegen. Die Situation wird Wirtschaftsexperten zufolge auch zu einem immer größeren Problem für ausländische Konkurrenten, weil chinesische Unternehmen ihre Erzeugnisse zu Niedrigpreisen auf dem Weltmarkt anbieten. (APA/dpa)

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