Luftfahrt

China fordert Airbus und Boeing heraus

Der chinesische Luftfahrtkonzern Comac will in drei Jahren mit der Auslieferung des Mittelstreckenfliegers C919 beginnen. Das Flugzeug soll Airbus A320 und Boeing 737 Konkurrenz machen.

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Das Unternehmen arbeite hart daran, 2021 die erste Maschine vom Typ C919 an die Fluggesellschaft China Eastern auszuliefern, sagte Comac-Vertreter Lu Zheng. Der Mittelstreckenflieger C919 mit Platz für 128 Passagiere soll den Typen A320 des europäischen Flugzeugbauers Airbus und B737 des US-Herstellers Boeing Konkurrenz machen - unter anderem durch einen niedrigeren Verkaufspreis. Comac hat vor allem auch Kunden in aufstrebenden Volkswirtschaften im Visier, etwa in Südostasien und Afrika.

Bei der Entwicklung des C919 kam es zu erheblichen Verzögerungen. Im Mai vergangenen Jahres hob die Maschine dann erstmals zu einem Testflug ab, es folgte ein weiterer Testflug im Dezember.

Comac rechnet laut Lu damit, dass das Flugzeug in "drei bis vier Jahren" die Fluggenehmigung von der chinesischen Zivilluftfahrtbehörde (CAAC) bekommt. Allerdings sind damit nur innerchinesische Flüge möglich - für internationale Flüge ist eine Zulassung durch die US-Luftfahrtbehörde FAA unabdingbar. Das Genehmigungsverfahren ist oft langwierig.

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Für das Mittelstreckenflugzeug C919 liegen bisher 785 Bestellungen vor, 34 von ihnen stammen von ausländischen Fluggesellschaften. Das staatlich subventionierte chinesische Luftfahrtprogramm illustriert die Ambitionen Pekings im Luft- und Raumfahrtsektor. (apa/afp)

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