Logistik-Messe

Cemat 2016: 10 Highlights, die Sie sehen sollten

Sie ist die Weltleitmesse für Supply-Chain-Management und Intralogistik: Auf der CeMAT in Hannover zeigten die Hersteller und Dienstleister, was sie wirklich können. INDUSTRIEMAGAZIN hat sich einige Produkte angesehen, von denen man wohl noch hören wird.

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© KANIZAJ MARIJA-M. | KNAPP AG

Knapp: Value Chain

 

Logistik 4.0: Auf dem Weg zum flexiblen, fehlerfreien, intelligenten Lager.

 

Von der Supply Chain zur "Value Chain": Wie begegnet man zunehmender Komplexität mit nachhaltigen Lösungen, hoher Investitionssicherheit und Anpassungsfähigkeit an sich ändernde Geschäftsbedingungen? Etwa mit Pickit-easy-Arbeitsplätzen und Shuttle-Systemen von Knapp. Die freifahrenden Open-Shuttles decken komplexe Transportnetzwerke innerhalb des Lagers ab und können mit neuen Kommissionierverfahren, intelligenter Bilderkennungstechnologie, schnellen Sortern und neuerster Robotertechnik kombiniert werden. Sie kommunizieren und verteilen Aufträge autonom untereinander, sind dank flexibler Bauweise ohne Schienen platzsparend und lassen sich einfach in bestehende Systeme integrieren.
Für Fehlerfreiheit sorgt auch die Bilderkennungstechnologie KiSoft Vision: Mit der vollständigen Überwachung der Zentralbandautomaten mittels Bilderkennung werden Aufträge fehlerfrei kommissioniert, lückenlos dokumentiert und sämtliche Qualitätsmerkmale entsprechend gesetzlicher Anforderungen automatisch erfasst.

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© KANIZAJ MARIJA-M. | KNAPP AG

Knapp: Value Chain

 

Logistik 4.0: Auf dem Weg zum flexiblen, fehlerfreien, intelligenten Lager.

 

Von der Supply Chain zur "Value Chain": Wie begegnet man zunehmender Komplexität mit nachhaltigen Lösungen, hoher Investitionssicherheit und Anpassungsfähigkeit an sich ändernde Geschäftsbedingungen? Etwa mit Pickit-easy-Arbeitsplätzen und Shuttle-Systemen von Knapp. Die freifahrenden Open-Shuttles decken komplexe Transportnetzwerke innerhalb des Lagers ab und können mit neuen Kommissionierverfahren, intelligenter Bilderkennungstechnologie, schnellen Sortern und neuerster Robotertechnik kombiniert werden. Sie kommunizieren und verteilen Aufträge autonom untereinander, sind dank flexibler Bauweise ohne Schienen platzsparend und lassen sich einfach in bestehende Systeme integrieren.
Für Fehlerfreiheit sorgt auch die Bilderkennungstechnologie KiSoft Vision: Mit der vollständigen Überwachung der Zentralbandautomaten mittels Bilderkennung werden Aufträge fehlerfrei kommissioniert, lückenlos dokumentiert und sämtliche Qualitätsmerkmale entsprechend gesetzlicher Anforderungen automatisch erfasst.

© Bito Lagertechnik

BITO: Kinderleicht

 

LEO Locative: Das erste selbstfahrende Transportsystem von BITO.

 

Ein selbstfahrendes Transportsystem ohne Steuerung und aufwendige Installation stellt BITO Lagertechnik vor: "LEO Locative" folgt einer optischen Spur, die der Anwender einfach auf den Boden kleben und auch schnell wieder entfernen oder ändern kann. Ein Kamerasensor stellt die Spurführung sicher und kann Data-Matrix-Codes erkennen. Damit lassen sich auf der Strecke beispielsweise Fahrbefehle anbringen. Das Transportsystem ist auch in der Lage, wechselnde Ziele von einer Station aus anzufahren. Ergänzt wird das System durch ein patentiertes Übergabekonzept: LEO Locative fährt der Spur folgend durch eine Übergabestation, gibt seinen Behälter ab und nimmt einen neuen auf – ohne Hilfselektrik oder aufwendige Pneumatik. Mit einem Aufnahmepuffer ausgestattet, nimmt die Station auch mehrere Behälter auf. Ist diese komplett belegt, erhält das System ein Signal und umfährt die Station selbstständig oder hält vor dieser an. LEO Locative befördert Behälter und Kartonagen mit einem Gewicht von bis zu 20 Kilogramm.

© HLF

HLF Heiss: Drive-in

 

HLF Heiss erweitert das PowerPal-System um die Ausführung als Drive-in-System.

 

Das bewährte Palettenregalsystem PowerPal von HLF Heiss kann nun zusätzlich auch als Drive-in-System ausgeführt werden. Die Systeme können hinsichtlich Traglasten, Höhen und anderer Parameter individuell an die Anforderungen des Kunden angepasst werden. Kunden und Händler profitieren weiterhin von attraktivem Preis-Leistungsverhältnis, kurzen Lieferzeiten, Unterstützung bei der Planung sowie individuellen Lösungen bei speziellen Anfragen.

© Still GmbH

Still: Simply smart

 

Lean Logistics mit dem LiftRunner-Routenzugsystem von Still.

 

2015 kaufte Still die LR Intralogistik, Spezialist für staplerlosen innerbetrieblichen Materialtransport mit Routenzugelementen. Eines der Ergebnisse ist das LiftRunner-Routenzugsystem, das sich optimal an die individuelle betriebliche Situation anpassen lässt und den Fokus auf Prozesssicherheit, Kosteneffizienz, Sicherheit und Ergonomie setzt. Ein Lift-Runner-System besteht aus einem Zugfahrzeug und einer flexiblen Kombination verschiedener Routenzugelemente. Die Trolleys werden in die LiftRunner-Rahmen eingeschoben und gesichert. Je nach Ankopplungsrichtung können sie von rechts oder links beladen werden (E- und C- Rahmen) oder beidseitig, sodass kein Umkoppeln der Rahmen nötig ist (B-Rahmen). Bei Betreten des Zugfahrzeugs werden die Trolleys automatisch angehoben. Das schont nicht nur die Rollen, sondern reduziert auch die Fahrgeräusche. Die benötigte Hubenergie wird pneumatisch, hydraulisch oder elektrisch über das Zugfahrzeug sowie autark über den Rahmen bereitgestellt. Der Bediener muss keine Kraft aufwenden. Beim Verlassen des Zugfahrzeugs senken sich die Rahmen automatisch ab, und die Trolleys können rückenschonend entnommen werden. Die Trolleys sind mit Polyamidrollen ausgestattet, die den Rollwiderstand minimieren, sodass sich höhere Lasten leichter bewegen lassen.

© Jungheinrich

Jungheinrich: Kompakt und "grün"

 

Jungheinrich präsentiert mit dem EMD 115i den weltweit kürzesten Universalstapler.

 

Auch 2016 bringt Jungheinrich neue Serienfahrzeuge mit Lithium-Ionen-Technologie auf den Markt. Darunter den Hochhubwagen EMD 115i mit einer Tragfähigkeit von 1.500 kg. Die nur 14 Kilogramm schwere Batterie in Form eines Aktenkoffers mit einer Kapazität von 40 Amperestunden kann mit dem eingebauten Ladegerät schnell und einfach geladen werden. Das für den Einsatz im Handel und im Lager konzipierte Fahrzeug folgt dem neuen Designkonzept und zeichnet sich durch eine äußerst kompakte Bauweise sowie einen sehr kleinen Wendekreis aus. Jungheinrich setzt damit auf eine ebenso umweltschonende wie effiziente Technologie. Flurförderzeuge mit Lithium-Ionen-Technologie verbrauchen in der Praxis heute schon bis zu 30 Prozent weniger Energie als Geräte mit einer Blei-Säure-Batterie. Die Lebensdauer ist etwa dreimal so lang wie die herkömmlicher Energiespeicher. Zudem sind Lithium-Ionen-Batterien tiefer entladbar. Bei Lithium-Ionen-Batterien sind etwa 90 Prozent der in der Batterie befindlichen Energie verfügbar.

© Phototeam AB

Toyota Material Handling: Energie!

 

Toyota setzte einen CeMAT-Schwerpunkt auf neue Energielösungen.

 

Seit 2013 setzt Toyota auf die Lithium-Ionen-Technologie, und das entsprechende Sortiment ist seit damals deutlich angewachsen, unter anderem mit 48-Volt-Gegengewichtsstaplern und Schubmaststaplern. Die Lithium-Ionen-Batterien punkten insbesondere im Mehrschichtbetrieb. Da diese Technologie Zwischenladungen ermöglicht, sind weder Batteriewechsel noch Ersatzbatterien oder Batterieladeräume notwendig. Stattdessen können die Stapler in Pausen schnell wieder geladen werden. Im Rahmen der CeMAT stellte Toyota unter dem Motto "New Energy Now" seine Ziele und Errungenschaften hinsichtlich neuer Energietechnologien vor. Neben Produkten mit Lithium-Ionen-Antrieb werden auch weiterführende Konditionen präsentiert, welche die Einführung dieser Technologie noch komfortabler machen. Außerdem zeigt Toyota auch die Entwicklung von Produkten mit Wasserstoff-Brennstoff-Zellen und den 1ZS-Motor für die Tonero-Serie: Energieeffizient sogar bei intensivem Fahrstil – der normalerweise einen Mehrverbrauch von bis zu 35 Prozent ausmacht.

© Linde

Linde: Eigene Welt

 

Linde präsentierte sein umfassendes Portfolio – abseits der CeMAT.

 

Linde blieb der CeMAT diesmal fern – Gesprächsthema werden die auf der eigenen "World of Material Handling" (WoMH) präsentierten Neuvorstellungen in Hannover dennoch sorgen: Etwa jene neuen Modelle, die mit der Lithium-Ionen-Technologie ausgestattet sind, auf die das Unternehmen verstärkt setzt: Bislang bietet Linde Niederhubwagen, Kommissioniergeräte und Schlepper mit Lithium-Ionen-Batterie an. Zur WoMH präsentierte das Unternehmen einen Hochhubwagen sowie Gegengewichtstapler für Traglasten von 1,4 bis 1,8 Tonnen, die mit der innovativen Technologie ausgestattet sind. Für die höheren Tonnagen entwickelte Linde neben den bereits angebotenen 24-Volt-Batterien eine weitere Größe mit 48 Volt Nennspannung. Je nach Einsatz kann der Betreiber zwischen zwei Batteriegrößen und zwei unterschiedlichen Ladegeräten mit 9 oder 18 kW Leistung wählen.

© Igus

igus: Störungsfrei

 

Selbstüberwachend und kommunikativ: Smart Plastics schützen vor ungeplanten Anlagen-Ausfallzeiten.

 

Sie trotzen extremen Temperaturen, Feuchtigkeit, Salzen. Sie sind leicht und energieeffizient – und nicht teuer. "Smart Plastics", die Motion-Plastics-Serie von igus für bewegte Anwendungen: igus präsentierte auf der CeMAT seine Palette an intelligenten E-Ketten-, Leitungs- und Linearlager-Produkten, die gemeinsam die Anlagenverfügbarkeit in die Höhe treiben – vor allem dank erweiterter  Möglichkeiten der vorausschauenden Wartung. Die Komponenten des "isense"-Systems überwachen sich permanent selbst und warnen rechtzeitig vor Ausfall. Durch Vernetzung mit dem igus Communication Modul "icom" erfolgt die direkte Integration in die bestehende Infrastruktur.

© Banner Batterien

Banner: Ohne Verluste

 

Neue Leistungsklassen beim Select-Programm von Banner.

 

Banner hat das Ladetechnik-Programm "Select" um zusätzliche Leistungsklassen erweitert. Die Banner Select-Ladetechnik mit Active-Inverter-Technologie stellt der Batterie ausschließlich die Energie zu Verfügung, die auch tatsächlich aufgenommen werden kann. Eine unnötige Erwärmung der Batterie wird dadurch verhindert und die Energieeffizienz im Ladeprozess gesteigert. Zudem können durch die Anpassung des Stroms an die Batterie Ladeverluste zu Beginn der Ladung sowie in der Nachladephase vermieden werden. Die kühle und schonende Ladung durch den Ri-Ladeprozess gewährleistet darüber hinaus eine maximale Lebensdauer
der Batterie.

© Fronius

Fronius: Cooler Guide

 

Fronius führt Flurförderzeug-Betreiber intuitiv zur am längsten vollgeladenen und damit kühlsten Batterie.

 

Mit dem Informations- und Managementsystem "Cool Battery Guide" präsentiert Fronius eine intelligente Lösung, mit der Flurförderzeug-Betreiber die Auslastung ihrer Antriebsbatterien erheblich verbessern können. Das System führt den Benutzer intuitiv zur am längsten vollgeladenen und damit kühlsten Batterie. Dies erhöht die Brauchbarkeitsdauer der Energiespeicher, senkt damit die Gesamtbetriebskosten und optimiert gleichzeitig Leistung und Verfügbarkeit der Flurförderzeug-Flotte. Eine Steuereinheit verarbeitet dabei die Signale der einzelnen Fronius-Batterieladegeräte vom Typ Selectiva und visualisiert durch einen blauen LED-Streifen am Gerät, welche Batterie am längsten vollgeladen und damit am kühlsten ist. Der Benutzer wird somit intuitiv zur richtigen Batterie geführt. Optional kann das System bei einer fehlerhaften Entnahme auch ein Warnsignal ausgeben. Die verbesserte Auslastung steigert die chemischen Eigenschaften der Batterie und sorgt damit dafür, dass sie ihre Kapazität und Leistungsfähigkeit möglichst lange erhält. Bis zu 1.500 Ladezyklen sind unter diesen Umständen im durchschnittlichen Betrieb durchaus möglich.