Technologie

CD-Labor verbessert Produktionsprozesse

Die Forschungseinrichtung an der Universität Linz kooperiert mit dem Stahl-Anlagenbauer Primetals Technologies, um die Steuerung von Produktionsprozessen optimieren zu können.

In Unternehmen laufen oft verschiedene Maschinen unterschiedlichen Alters, die von ebenso unterschiedlichen Programmen gesteuert werden. Ein neues, am Mittwoch am Linz Institute of Technology (LIT) der Universität Linz eröffnetes Christian Doppler CD-Labor will der Industrie helfen, diese Vielfalt an Software-Systemen zur Steuerung und Optimierung von Produktionsprozessen besser zu managen, wie die Christian Doppler Gesellschaft (CDG) am Mittwoch mitteilte.

Unternehmenspartner des neuen "CD-Labors Mastering Variability in Software-intensive Cyber-physical Production Systems" ist der Stahlanlagenbauer Primetals Technologies. Bei der Modernisierung bestehender Anlagen wird die Steuerungs- und Automatisierungssoftware nicht immer komplett neu entwickelt. Erforderlich sind vielmehr Methoden, die es erlauben, Softwarekomponenten wiederzuverwenden und rasch an die Erfordernisse der jeweiligen Anlagen anzupassen.

Software-Variantenvielfalt soll besser gemanagt werden

Rick Rabiser, einer der beiden Leiter des neuen CD-Labors, nennt als Ziel der neuen Forschungseinrichtung, den Grad der Wiederverwendung bei der Entwicklung von Steuerungs- und Automatisierungssoftware zu erhöhen und die Software-Variantenvielfalt erfolgreich zu managen. Zudem soll bereits in den Software-Entwicklungswerkzeugen berücksichtigt werden, dass Hard- und Software in solchen Anlagen perfekt harmonieren müssen. Die Wissenschafter wollen mit ihrer Arbeit dem Unternehmenspartner "Methoden und Werkzeuge in die Hand geben, welche sie bei der Entwicklung von Steuerungs- und Automatisierungssoftware besser unterstützen - unabhängig von Alter oder Art der vorliegenden Anlagen", so der zweite Labor-Leiter, Alois Zoitl.

White Paper zum Thema

In den von der CDG für jeweils sieben Jahre genehmigten CD-Laboren kooperieren Wissenschafter mit Unternehmen im Bereich anwendungsorientierte Grundlagenforschung. Das Budget - im konkreten Fall 2,37 Mio. Euro - kommt dabei jeweils zur Hälfte von der öffentlichen Hand und den Unternehmenspartnern. (apa)