Stellenabbau

Caterpillar baut jeden elften Arbeitsplatz ab

Der weltgrößte Baumaschinen-Hersteller Caterpillar verstärkt seinen Sparkurs und will bis 2018 rund 10.000 Stellen streichen. Die Kosten sollen mittelfristig um 1,5 Milliarden Dollar (1,4 Milliarden Euro) sinken, wie das US-Unternehmen mitteilte.

Baumaschinen Caterpillar Jobs Stellenabbau

Damit würde etwa jeder elfte Arbeitsplatz wegfallen. Rund 4.000 bis 5.000 Stellen sollen bis Ende 2016 gestrichen werden, die meisten davon noch heuer. Caterpillar hat sich bereits im vergangenen Jahr von 4.800 Angestellten getrennt. Der Konzern leidet unter anderem unter dem vergleichsweise starken Dollar und hatte im Juli einen Rückgang bei Umsatz und Gewinn bekanntgegeben. Angesichts der Schwäche der Energie- und Baubranche seien weiterhin schlechtere Geschäfte zu erwarten, so der Konzern.

"Wir machen uns diese Entscheidungen nicht einfach, aber ich bin zuversichtlich, dass die zusätzlichen Schritte Caterpillar besser aufstellen werden, um solide Ergebnisse zu liefern, wenn die Nachfrage wieder anzieht", sagte Konzernchef Doug Oberhelman.

Die Umsatzprognose für 2015 senkte Caterpillar um eine Milliarde auf 48 Mrd. Dollar (43 Mrd. Euro). Das würde den dritten jährlichen Rückgang in Folge bedeuten. Für 2016 rechnet das Unternehmen mit einem weiteren Umsatzschwund um fünf Prozent. "Wir stehen vor herausfordernden Marktbedingungen in wichtigen Regionen und Industriebereichen wie Energie und Minenbau", so Oberhelman.

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Auch Werke werden geschlossen

Die geplanten Stellenkürzungen gehen mit Werksschließungen einher, und sollen schrittweise erfolgen. Bis Ende 2016 soll zunächst bis zu 5.000 Mitarbeitern gekündigt werden. Bis 2018 dürfte noch einmal mindestens die gleiche Zahl hinzukommen, heißt es in der Mitteilung. Ziel der Sparmaßnahmen sei es, die jährlichen Kosten um etwa 1,5 Milliarden Dollar zu senken.

Caterpillar, das schweres Arbeitsgerät wie Radlader oder Muldenkipper für die Industrie herstellt, hat in den letzten Jahren bereits zehntausende Stellen gestrichen. An der Börse kamen die Neuigkeiten nicht gut an - die Caterpillar-Aktie lag kurz nach Handelsstart in New York mit sieben Prozent im Minus. Auf Jahressicht ist der Kurs schon um fast 30 Prozent gesunken. (apa/Reuters)