Dumpingstahl

Brüssel will Stahlimporte nach Europa mit Lizenzen besser schützen

Die EU-Kommission will künftig Stahlimporte aus China und anderen Nicht-EU-Staaten überwachen. Das System tritt voraussichtlich Ende Mai in Kraft. Wie stark es den Markt tatsächlich verändert, bleibt abzuwarten.

Die EU-Kommission will künftig Stahlimporte aus China und anderen Nicht-EU-Staaten überwachen. Sie erhofft sich davon, die kriselnde europäische Branche damit besser vor Billigeinfuhren zu schützen. Für die Einfuhr seien künftig spezielle Lizenzen nötig, die die nötigen Informationen enthielten, teilte die Behörde in Brüssel mit.

Europäische Stahlhütten - auch die Voestalpine - leiden darunter, dass große Mengen an staatlich subventioniertem Stahl aus China importiert werden. Durch Überkapazitäten ist der Stahlpreis weltweit stark gefallen. Das Überwachungssystem, mit dem kurzfristige Veränderungen im Markt beobachtet werden sollen, tritt voraussichtlich Ende Mai in Kraft.

Eingreifen bei "schädigenden Stahlimporten" möglich

Dieser Schritt sei ein eindeutiges Signal an Unternehmen innerhalb und außerhalb der EU, dass die Kommission die Entwicklung von Stahlimporten genau im Auge behalte. Falls sich Stahlprodukten aus dem Ausland für den heimischen Markt als schädigend herausstellen würden, könnten die Marktwächter nötigenfalls eingreifen. Die Überwachung ist auf eine Dauer von vier Jahren angelegt. (APA/dpa/red)