Autoindustrie

Brüssel hat wieder Bedenken - diesmal bei Fiat und Peugeot

Die Konzernmutter von Opel will mit Fiat Chrysler zum viertgrößten Autokonzern fusionieren - doch nun meldet die EU-Kommission Bedenken gegen die Megafusion an. Eine vertiefte Prüfung soll bis Oktober dauern.

Bei den Bedenken der EU geht es unter anderem um den Markt für Lieferwagen - im Bild Fahrzeuge von Peugeot im Fuhrpark der Österreichischen Post.

Die EU-Kommission hat Bedenken gegen die Megafusion des Autokonzerns Fiat Chrysler mit der Opel-Mutter PSA. Die Wettbewerbshüter leiteten deshalb eine vertiefte Prüfung des Falls ein, die sich bis 22. Oktober hinziehen könnte. Hintergrund ist die Befürchtung, dass der Zusammenschluss der beiden Fahrzeughersteller den Wettbewerb auf dem Markt für Lieferwagen einschränken könnte.

Es geht um Wettbewerb am Markt für Lieferwagen

Die Opel-Mutter PSA und Fiat Chrysler hatten ihre Mega-Fusion im Dezember beschlossen. Damit soll der viertgrößte Autohersteller der Welt entstehen. Der neue Konzern hätte aber auch im Segment Lieferwagen bis 3,5 Tonnen in vielen Ländern hohe Marktanteile, erklärte die EU-Kommission.

Anders als auf dem Automarkt gebe es weniger Anbieter und hohe Zugangshürden für Wettbewerber. Bisher konkurrierten beide Anbieter bei den Vans Kopf an Kopf in vielen Märkten und richteten ihre Preise entsprechend aus. Dies könnte bei einer Fusion wegfallen, argumentierte die Kommission. (dpa/apa/red)

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