Autoindustrie

Brennstoffzellen: Audi will mit Hyundai kooperieren

Autobauer Audi will in Zukunft gemeinsam mit dem südkoreanischen Autokonzern Hyundai Brennstoffzellen für Elektrofahrzeuge entwickeln. Die erste Serienproduktion eines Autos mit Brennstoffzelle könnte frühestens nach 2020 kommen, teilt der Hersteller mit.

Der deutsche Autobauer Audi will künftig mit dem südkoreanischen Autokonzern Hyundai bei Brennstoffzellen für Elektrofahrzeuge zusammenarbeiten. Geplant sei ein Austausch von Patenten und Zugang zu nicht wettbewerbsrelevanten Bauteilen, teilte Audi mit. Die zuständigen Behörden müssen der geplanten Kooperation aber noch zustimmen.

Das erste in Kleinserie produzierte Fahrzeug, das mit einer Brennstoffzelle angetrieben wird, plant Audi für Beginn des kommenden Jahrzehnts. Die nun getroffene Lizenzvereinbarung mit Hyundai ziele auf ein breiteres Marktangebot ab, teilte Audi mit. Die Südkoreaner wollen mit der Kooperation die Kosten drücken und hoffen auf einen Nachfrageschub.

GM mit Honda, BMW mit Toyota

Audi ist im Volkswagen-Konzern für die Entwicklung der Brennstoffzellen-Technologie zuständig. Hyundai war weltweit der erste Anbieter, der mit dem ix35 bereits ein Brennstoffzellen-Auto in Serienreife vorstellte. Nur wenige Autokonzerne verkaufen bereits mit einer Brennstoffzelle angetriebene Elektroautos. Darunter sind auch Toyota und Honda. Um die Entwicklungskosten zu drücken, arbeiten GM und Honda sowie BMW und Toyota zusammen.

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Bei den alternativen Antriebsformen haben batteriebetriebene E-Autos die Nase vorn. Brennstoffzellenautos, die Strom aus Wasserstoff gewinnen, punkten zwar im Vergleich mit hohen Reichweiten und kurzen Betankungszeiten. Allerdings kämpft die Branche mit fehlenden Wasserstoff-Tankstellen und hohen Produktionskosten. (reuters/apa/red)

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