Verkehr

Brenner: Italien gegen eine Blockabfertigung

Kurz vor den Wahlen in Tirol diskutieren Politiker in Österreich über Möglichkeiten, wie man die Verkehrslawine eindämmen kann. Italien positioniert sich gegen eine Blockabfertigung - dies hätte "gefährliche Auswirkungen".

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Italiens Verkehrsminister Graziano Delrio hat sich über Pläne zur sogenannten Lkw-Blockabfertigung, die den Schwerlastverkehr von Deutschland kommend durch Tirol auf 250 bis 300 Fahrzeuge pro Stunde dosieren soll, zutiefst besorgt gezeigt.

Diese Maßnahme würde den Vereinbarungen beim Brenner-Treffen in München am 5. Februar widersprechen, so Delrio in einer Presseaussendung. "Einseitige Maßnahmen" würden den italienischen Unternehmen und der Wirtschaft einen schweren Schaden zufügen. Sie hätten zudem "gefährliche Auswirkungen" auf den Verkehr auf italienischem Gebiet, kritisierte Delrio.

Der italienische Frächterverband Conftrasporto begrüßte Delrios Worte. Einseitige Schritte Tirols seien unannehmbar. Beim Brenner-Treffen in München sei beschlossen worden, dass Maßnahmen zur Verkehrseinschränkung gemeinsam getroffen werden sollten, hieß es in einer Presseaussendung. (apa/red)