Autozulieferer

Bosch will jetzt 2.600 Arbeitsplätze im Süden Deutschlands abbauen

Wegen der sinkenden Absatzzahlen bei Autos hat der weltgrößte Zulieferer den Abbau weiterer Arbeitsplätze angekündigt. Betroffen sind Standorte im Süden Deutschlands. Hier sollen insgesamt rund 2.600 Arbeitsplätze verschwinden.

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Der Automobilzulieferer Bosch will weitere 1.000 Arbeitsplätze in Baden-Württemberg abbauen. Betroffen ist der Geschäftsbereich Automotive Steering (Lenksysteme) in Schwäbisch Gmünd.

Bosch beschäftigt weltweit momentan rund 410.000 Menschen, davon 140.000 in Deutschland. Bei dem Unternehmen hängen nach jüngsten Angaben weltweit etwa 50.000 Arbeitsplätze allein vom Diesel ab.

Arbeitsplätze in der Antriebssparte und bei Lenksystemen

"Wir müssen jetzt handeln, um uns mit einer tiefgreifenden Restrukturierung wieder wettbewerbs- und damit zukunftsfähig zu machen", teilte der Vorsitzende des Bereichsvorstands, Christian Sobottka, mit. Die "Stuttgarter Zeitung" und die "Rems-Zeitung" berichteten zuvor darüber.

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Derzeit sind 5.000 Mitarbeiter am Bosch-Standort in Schwäbisch Gmünd beschäftigt. Erst am vergangenen Dienstag hatte Bosch bereits bekanntgebeben, dass angesichts der sinkenden Nachfrage nach Diesel-und Benzinautos in den kommenden zwei Jahren gut 1.600 Arbeitsplätze abgebaut werden. Betroffen sind Jobs in der Antriebssparte an den Standorten in Stuttgart-Feuerbach und Schwieberdingen.

Diese Woche dazu:
Bosch: Stellenabbau in der Antriebssparte kommt >>

Eine Standortvereinbarung aus dem Jahr 2017 hatte in Schwäbisch Gmünd bereits einen Abbau von Hunderten Arbeitsplätzen bis Ende 2022 vorgesehen. Dieser Abbau soll jetzt um weitere 1.000 Stellen ausgeweitet werden.

"Das ist eine Herausforderung für uns", sagte ein Sprecher der Stadt. Oberbürgermeister Richard Arnold (CDU) habe mit der Geschäftsleitung und dem Betriebsrat gesprochen. Er setze darauf, dass der Standort nicht grundsätzlich infrage gestellt, sondern neu ausgerichtet werde. "Wir stehen zu Schwäbisch Gmünd als Leitwerk. Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit sind weiter unsere Kernziele", betonte Sobottka. (dpa/apa/red)

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