Zulieferindustrie

Bosch: Kürzere Arbeitszeit und weniger Lohn für 35.000 Mitarbeiter

Beim weltgrößten Autozulieferer arbeiten 35.000 Mitarbeiter ab August weniger und verdienen auch weniger. Betroffen sind die Bereiche Entwicklung, Forschung, Vertrieb und Verwaltung im Großraum Stuttgart.

Für 35.000 Mitarbeiter des deutschen Technologiekonzerns Bosch in den Bereichen Entwicklung, Forschung, Vertrieb und Verwaltung im Großraum Stuttgart endet nächste Woche die Kurzarbeit. Ab Anfang August verringert sich dann die wöchentliche Arbeitszeit, wie das Unternehmen in Stuttgart mitteilte.

Geschäftsführung und Arbeitnehmervertreter einigten sich auf eine entsprechende Regelung, um die Kosten weiterhin senken zu können. Zunächst hatten die "Wirtschaftswoche" und die "Stuttgarter Zeitung" darüber berichtet.

Coronakrise belastet Geschäft weiterhin stark

Die Coronapandemie und ihre Folgen stellen Bosch wie andere Unternehmen weiterhin vor große Herausforderungen. "Auch wenn sich die Nachfrage inzwischen langsam erholt, ist die Umsatz- und Ergebnisentwicklung des Unternehmens nach wie vor stark belastet", teilte eine Sprecherin mit. Für Tarifbeschäftigte mit einer Arbeitszeit von mehr als 35 Stunden verringert sich die Wochenarbeitszeit infolge der neuen Regelung um zehn Prozent. Bei Arbeitsverträgen mit 35 Stunden wöchentlicher Arbeitszeit und darunter sinkt die Arbeitszeit um 8,57 Prozent. Es kommt zu entsprechenden Gehaltskürzungen. (dpa/apa/red)

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