Digitalisierung

Bosch für internationale Standards bei Industrie 4.0

Ob Europa oder die USA bei der Digitalisierung der Industrie führend seien, sei nicht entscheidend, sagt ein Sprecher von Bosch. Wichtiger sind Standards, die überall gelten. Industrie4.0 steht ab heute auf der Agenda in Berlin.

Die mehr und mehr vernetzte Industrie braucht nach Einschätzung des deutschen Technikkonzerns Bosch international übergreifende Lösungen. "Die Frage, ob Standards in den USA oder Europa gesetzt werden, ist für uns nicht entscheidend. Das ist eher eine politisch getriebene Diskussion", sagte der Bosch-Ingenieur Stefan Aßmann, der bei dem Konzern den Innovationscluster Vernetzte Industrien leitet.

IT-Gipfel der deutschen Regierung zum Thema

"Industrie 4.0" ist ein zentrales Thema beim Nationalen IT-Gipfel der deutschen Regierung (18./19.11.). Der Begriff bezeichnet die zunehmende Digitalisierung der Produktion. Darunter versteht man Kommunikation zwischen Maschinen, aber auch den Einsatz von Robotern und Bauteilen, die Informationen zu ihrer Verarbeitung auf Chips bei sich tragen. In Deutschland arbeiten die Plattform Industrie 4.0, aber auch das Deutsche Institut für Normung (DIN) an gemeinsamen Grundlagen für die vernetzte Industrie.

Amerikanisches Bündnis will Kooperation mit den Deutschen

In den USA haben sich Firmen zum Industrial Internet Consortium (IIC) zusammengeschlossen, wo mit Hilfe von Anwendungsbeispielen Standards gesetzt werden sollen. IIC-Vertreter wie der US-Konzern Cisco hatten sich im Frühjahr für eine engere Kooperation mit den Deutschen ausgesprochen. (dpa/apa)

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