Petrochemie

Borealis will ihre Sparte für Stickstoff noch heuer verkaufen

Der Wiener Petrochemieriese Borealis hat im Coronajahr 2020 deutlich weniger Gewinn und Umsatz gemacht. Die Sparte für Stickstoff-Produkte soll noch heuer verkauft werden. Künftig will sich die Merheitsbeteiligung der OMV auf die Produktion von Polyolefinen und Basischemikalien konzentrieren.

Die OMV-Chemietochter Borealis hat im Coronajahr 2020 deutlich weniger Gewinn und Umsatz gemacht. Der Nettogewinn sank von 872 Mio. Euro im Jahr 2019 auf rund 589 Mio. Euro, geht aus dem veröffentlichten Jahresfinanzbericht des Unternehmens hervor. Der Umsatz ging von rund 8,1 Mrd. Euro auf 6,8 Mrd. Euro zurück, auch das Betriebsergebnis reduzierte sich von 604 Mio. Euro auf 356 Mio. Euro.

Für das laufende Geschäftsjahr 2021 sei das Management "zuversichtlich, die Wachstumschancen während der wirtschaftlichen Erholung nutzen zu können", heißt es im Ausblick. Bereits im Februar hatte Borealis indessen angekündigt, dass die Stickstoff-Sparte noch heuer verkauft werden soll. Man wolle sich auf die Produktion von Polyolefinen und Basischemikalien konzentrieren. Die OMV ist an der Borealis mit 75 Prozent beteiligt. (apa/red)

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