Finanzierung

Borealis begibt eine millionenschwere Anleihe

Der Chemiekonzern Borealis hat eine Unternehmensanleihe mit einem Volumen von 300 Millionen Euro begeben. Die Laufzeit beträgt sieben Jahre. Hier Eckdaten zu dem Papier und dem Unternehmen.

Der Chemiekonzern Borealis, an dem die OMV 36 Prozent hält, hat erstmals eine fix eingestufte Unternehmensanleihe begeben. Das Volumen beträgt 300 Mio. Euro, die Laufzeit 7 Jahre, die Verzinsung 1,75 Prozent. Der Nettoemissionserlös werde für allgemeine Geschäftszwecke, die Stärkung der Finanzposition und Diversifizierung des Finanzierungsportfolios verwendet, teilte Borealis mit.

Im Rahmen der Platzierung der Anleihe bei institutionellen Investoren wurde ein Wiederverkaufspreis von 99,194 Prozent festgelegt. Mit eine Stückelung von 500 Euro wird das Wertpapier auch Kleinanlegern in Deutschland und Österreich angeboten. Zuzüglich einer Verkaufsgebühr für den Finanzintermediär von 1,5 Prozentpunkten kann die Anleihe von 4. bis 6. Dezember 2018 gezeichnet werden. Die Zeichnungsfrist kann im eigenen Ermessen der Emittentin in Abstimmung mit den Joint Lead Manager verkürzt oder verlängert werden.

Als Joint Lead Manager der Borealis-Anleihe fungieren Erste Group, UniCredit Bank Austria, Société Générale und ING.

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"Borealis verfügt über ein attraktives und starkes Finanzprofil und hat vor kurzem von S&P Global Ratings ein BBB+ Rating mit stabilem Ausblick erhalten", so Borealis-CFO Mark Tonkens in der Aussendung. "Borealis ist einer der führenden europäischen Anbieter innovativer Lösungen in den Bereichen Kunststoffe, Basischemikalien und Pflanzennährstoffe und hat im Verlauf der vergangenen Jahre eine hervorragende Performance gezeigt", so Erste-Bank-Privatkundenvorstand Thomas Schaufler.

Eckdaten zum Unternehmen

Borealis ist der zweitgrößte Polyolefin-Produzent Europas und nach eigenen Angaben eines der größten und profitabelsten Unternehmen Österreichs. Neben einem eigenen Innovationszentrum in Linz betreibt Borealis in Schwechat eine der modernsten Polyolefin-Produktionsanlagen Europas mit einer Jahresproduktionskapazität von rund einer Million Tonnen.

2016 ist Borealis in die Sparte des mechanischen Recyclings von Kunststoffen eingestiegen und hat dazu die beiden deutschen Unternehmen mtm plastics und mtm compact übernommen. Seitdem hat Borealis auch das österreichische Unternehmen Ecoplast Kunststoffrecycling übernommen. Man investiere weiter, um die Kreislaufwirtschaft von Kunststoffen voranzutreiben, so der Chemiekonzern. (apa/red)