Bahnindustrie

Bombardier gewinnt Großauftrag in England - gegen Siemens und Alstom

Durchbruch für Bombardiers Zugsparte: Die Kanadier, die ein großes Werk in Wien betreiben, liefern rund 330 Garnituren an den britischen Bahnbetreiber West Midlands. Bei dem riesigen Auftrag konnte sich Bombardier gegen Siemens und Alstom durchsetzen.

Die Zugsparte des kanadischen Konzerns Bombardier hat in Großbritannien einen Großauftrag über 724 Millionen Dollar oder umgerechnet 613,7 Millionen Euro erhalten.

Bombardier soll 333 seiner Aventra-Züge an den britischen Bahnbetreiber West Midlands liefern und zugleich warten.

Züge werden in England gebaut

Die Schienenfahrzeuge werden in Bombardiers Werk im britischen Derby gebaut und sollen zwischen 2020 und 2022 ausgeliefert werden. Züge mit drei Wagen sollen auf Metrolinien, fünfteilige Züge im Personennahverkehr sowie auf längeren Strecken eingesetzt werden.

Wir hatten im Vorfeld der Auftragsvergabe darüber berichtet: Siemens, Alstom und Bombardier kämpfen um milliardenschweren Bahnauftrag >> 

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Traditionell stehen Bommbardier, Siemens und Alstom in einem harten Konkurrenzverhältnis zueinander. Bombardier baut neben Zügen auch Flugzeuge. Doch seit geraumer Zeit macht westlichen Bahnindustriekonzernen zunehmend die neue Konkurrenz aus China zu schaffen.

Als Reaktion darauf gab es wiederholt Pläne zu einer Fusion: Zuerst zwischen Bombardier und Siemens - doch diese Unternehmen konnten sich nicht darauf einigen: Siemens vertagt Entscheidung zur Fusion mit Bombardier >>

Daraufhin hat der Münchner Hersteller mit dem französischen TGV-Bauer Alstom eine Zusammenlegung der Bahnsparten vereinbart.

(reuters/apa/red)

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