Personalia

Bombardier Austria: Michael Fohrer wird neuer Chef des Aufsichtsrats

Der Geschäftsführer von Bombardier Deutschland übernimmt das Amt von Germar Wacker. Bombardier will die personelle Verschränkung mit der deutschen Gesellschaft als eine "deutliche Aufwertung für den Standort Wien" verstanden wissen.

Der kanadische Bombardier-Konzern verschränkt seine deutsche Gesellschaft personell stärker mit der österreichischen. Der Vorsitzende der Geschäftsführung der deutschen Bombardier Transportation GmbH, Michael Fohrer, der auch Präsident für die Geschäftsbereiche Lokomotiven und Straßenbahnen ist, ist seit Ende Mai auch Aufsichtsratsvorsitzender der Bombardier Transportation Austria GmbH in Wien.

Der 53 Jahre alte Fohrer folgte Germar Wacker nach, der aus dem Aufsichtsrat der österreichischen Landesgesellschaft ausschied. Die Österreichgesellschaft spricht in einer Aussendung vom Freitag von einer "deutlichen Aufwertung für den Standort Wien".

Karl Johann Hartig bleibt weiterhin stellvertretender Aufsichtsratschef. Auch die bisherigen Mitglieder Michael Richter, Leopold Sedlak und Olaf Berghoff bleiben im Gremium.

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Wie mehrfach berichtet fährt der Flugzeug- und Bahnkonzern einen Sparkurs und will weltweit rund 5.000 Stellen in der Zugsparte streichen, auch wenn die Verluste zuletzt immerhin eingegrenzt wurden. Vor allem in Deutschland droht ein deutlicher Stellenabbau, nachdem schon in den vergangenen Jahren fast 1.500 Arbeitsplätze wegfielen. Auch in der Schweiz werden in den kommenden beiden Jahren rund 650 Jobs gestrichen.

In den USA wiederum hat Bombardier nun mit einer Strafe wegen Preisdumpings zu rechnen: Denn Boeing wirft Bombardier vor, den Flieger "C Series" unter Herstellungskosten zu verkaufen.

Aktuell dazu:
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"Großteil der Jobs in Wien gesichert"

In Österreich hat Bombardier am Standort Wien - Konzernkompetenzzentrum für Straßen- und Stadtbahnen - 550 Mitarbeiter. Wien ist Engineering- und Produktionsstandort mit einem globalen Mandat bei Bombardier.

In rund 20 Städten rund um die Welt sind Niederflurstraßenbahnen mit rund 1.600 Garnituren aus Wien unterwegs. Bombardier-Austria-Chef Christian Diewald betonte zuletzt, hierzulande sei "ein Gutteil der 550 Jobs abgesichert".

Zum Standort von Bombardier in Wien:
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(apa/red)

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