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Boliviens Regierung stoppt deutsches Lithium-Projekt

Die bolivianische Regierung hat eine Gemeinschaftsfirma mit einem deutschen Unternehmen per Dekret gestoppt. Das Projekt zur Gewinnung von Lithium wurde erst vor einem Jahr gestartet.

Die bolivianische Regierung hat ein Joint Venture zur Lithiumgewinnung mit einem deutschen Unternehmen annulliert. Der Gouverneur des Departements Potosí erklärte laut der Nachrichtenagentur ABI, die Regierung von Präsident Evo Morales habe das Projekt per Dekret gestoppt.

Das deutsch-bolivianische Gemeinschaftsprojekt war erst vor einem Jahr ins Leben gerufen worden. Dem Abkommen zufolge sollte YLB 51 Prozent der Anteile am Joint Venture halten. Geplant war von 2022 an eine Förderung von 30.000 bis 40.000 Tonnen Lithiumhydroxid im Jahr, mit Investitionen von 300 bis 400 Millionen Euro. Damit ließen sich hunderttausende Elektroautos Autos mit Lithium-Batterien ausstatten.

Lithium aus einem Salzsee

Das im vergangenen Dezember in Berlin vereinbarte Joint Venture des Staatsunternehmens YLB und der baden-württembergischen Firma ACI Systems zielte darauf ab, Lithium aus dem Salzsee Uyuni zu gewinnen.

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Bewohner der Region mussten zuschauen

Eine Begründung für den Rückzieher der Regierung wurde nicht bekanntgegeben. Im Departement Potosí, in dem der Salzsee liegt, war es zu Protesten gegen das Projekt gekommen, weil die lokale Bevölkerung nach Ansicht der Demonstranten zu wenig Nutzen aus dem Deal ziehe.

Vermutlich weltweit größte Lithium-Vorkommen

Im Salzsee Uyuni werden die weltweit größten Lithium-Vorkommen vermutet. Der Rohstoff wird unter anderem zur Produktion von Batterien für Elektroautos benötigt. (dpa/apa/red)

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