Batteriehersteller

Börsengang von Varta: Michael Tojner plant zweiten Versuch

Der österreichische Investor Michael Tojner will den deutschen Batteriehersteller Varta noch heuer im Herbst an die Börse bringen - es wäre der zweite Anlauf, nachdem der erste Versuch vergangenen Dezember gescheitert ist.

Der deutsche Batteriehersteller Varta, der zur Montana Tech Components (MTC) des österreichischen Investors Michael Tojner gehört, will laut Presseberichten in Kürze einen zweiten Anlauf an der Börse wagen.

Der Sprung aufs Parkett sei noch für den Herbst geplant, berichten die "Wirtschaftswoche" und das Magazin "trend" unter Berufung auf Informationen aus Finanzkreisen.

Bei Varta war zunächst niemand für eine Stellungnahme zu erreichen. Doch soll das Unternehmen aus dem schwäbischen Ellwangen einen Erlös von rund 200 Mio. Euro anpeilen, wie zwei mit den Plänen vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters am Freitag sagten.

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Erster Versuch im Dezember 2016 gescheitert

Den zunächst für Dezember 2016 geplanten ersten Börsenanlauf hatte Varta abgeblasen. Als Grund hatte das Unternehmen die Verunsicherung an den Märkten nach dem Wahlsieg von Donald Trump bei den US-Präsidentschaftswahlen genannt. Damals sollte Varta auf einen Börsenwert von 400 bis 500 Mio. Euro kommen. Angesichts verbesserter Ergebniskennzahlen soll Varta jetzt eine höhere Bewertung anstreben als vor knapp einem Jahr, so Reuters.

Eckdaten zum Hersteller

Das Unternehmen mit rund 2.000 Mitarbeitern baut Energiezellen für Hörgeräte und schnurlose Kopfhörer. Auch Batterien für automatische Staubsauger, Rasenmäher und Roboter sind im Programm, ebenso Energiespeicher für Solaranlagen in Eigenheimen. Der Technologieinvestor Tojner hatte Varta 2007 von der Börse genommen.  (APA/dpa-AFX/Reuters/red)