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Börsengang von Novem läuft schleppend

Hinter dem Börsengang des nordbayerischen Autozulieferers Novem stehen noch Fragezeichen.

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Erst am Dienstagabend - knapp 24 Stunden vor dem Ende der Zeichnungsfrist - meldeten die Banken den Investoren, dass die Bücher gefüllt seien, dass also Orders für knapp 15 Millionen Aktien vorlägen. Am Mittwochvormittag erklärten sie, es zeichne sich ein Ausgabepreis von 16,50 Euro ab. Dieser läge am unteren Ende der Spanne, die bis 19,50 Euro reichte.

Damit würde die Emission knapp 250 Millionen Euro schwer. Zwei an der Emission beteiligte Personen sagten der Nachrichtenagentur Reuters, erst am Mittwoch werde klar sein, ob der Börsengang wirklich stattfinden könne. Die Erstnotiz ist für den 19. Juli geplant.

Als Faustregel gilt, dass die Kaufaufträge etwa das Doppelte des Emissionsvolumens ausmachen müssen, um die Aktien zuteilen zu können. Bei großer Nachfrage sind die Bücher oft schon am ersten Tag der Zeichnungsfrist gefüllt. Bei dem Hersteller von Zierteilen aus Holz, Alu und Kunststoff hatte die Frist am vergangenen Donnerstag (8. Juli) begonnen. Das Unternehmen aus Vorbach bei Bayreuth gehört der Beteiligungsgesellschaft Bregal der deutsch-niederländischen Unternehmerfamilie Brenninkmeijer ("C&A"). Sie will den Teilausstieg einleiten.

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Novem wäre der letzte Börsengang vor der Sommerpause in Frankfurt. Bisher haben in diesem Jahr bereits 15 Unternehmen den Sprung an die Börse geschafft und mehr als 9 Mrd. Euro erlöst. Absagen mussten nur der Online-Autohänder MeinAuto sowie der Solar- und Windparkbetreiber Blue Elephant Energy, der sich stattdessen anderswo frisches Geld für seine Expansion besorgte. (apa)