Rüstungsindustrie

Boeing und Lockheed geben gegen Northrop Grumman auf

Im Streit um einen milliardenschweren Auftrag für den Bau eines Kampfbombers geben die Luftfahrtkonzerne Boeing und Lockheed Martin ihre Gegenwehr auf: Der Auftrag geht damit endgültig an Northrop Grumman.

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Hier ein Symbolbild: Der C2A Greyhound des Herstellers Northrop Grumman.

Im Ringen um einen milliardenschweren Bomber-Auftrag der US-Regierung geben sich die unterlegenen Anbieter Boeing und Lockheed Martin geschlagen. Wie beide Unternehmen mitteilen, verzichten sie auf weitere rechtliche Schritte gegen die Vergabe des Auftrags an ihren Rivalen Northrop Grumman.

Boeing und Lockheed Martin hatten im November beim US-Rechnungshof förmlich Protest gegen die Entscheidung eingelegt. Die Behörde hat die Kritikpunkte der Unternehmen aber inzwischen zurückgewiesen.

Auftrag für den neuen US-Langstreckenbomber

Northrop Grumman hatte sich bei dem Auftrag für den neuen US-Langstreckenbomber Ende Oktober gegen Boeing und Lockheed durchgesetzt, die mit einem gemeinsamen Angebot angetreten waren. Northrop soll nun für die USA den ersten neuen Bomber seit dem Kalten Krieg entwickeln. Sollten alle 100 vorgesehenen Maschinen gebaut werden, summiert sich der Auftragswert den Angaben zufolge auf 80 Milliarden US-Dollar (rund 73 Mrd. Euro).

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Nach früherer Darstellung von Boeing und Lockheed soll der Auswahlprozess grundsätzlich fehlerhaft gewesen sein. So habe die Regierung die Kostenfrage ebenso falsch bewertet wie die Leistungsfähigkeit der angebotenen Modelle. (dpa/apa)