Luftfahrtindustrie

Boeing und Embraer einigten sich auf milliardenschwere Zusammenarbeit

Boeing und Embraer haben sich auf die Konditionen ihrer geplanten Zusammenarbeit geeinigt. Boeing zahlt über vier Milliarden Dollar für die Mehrheit an dem Gemeinschaftsunternehmen.

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Boeing und Embraer haben sich auf die Konditionen ihrer geplanten Zusammenarbeit geeinigt. Demnach soll das Verkehrsflugzeug- und Service-Geschäft von Embraer in ein Gemeinschaftsunternehmen eingehen, an dem Boeing 80 Prozent der Anteile übernimmt und die Brasilianer 20 Prozent halten, wie die Unternehmen mitteilten. Der US-Konzern zahle 4,2 Mrd. US-Dollar (3,7 Mrd. Euro) für die 80 Prozent.

Dem Geschäft müssen noch die brasilianische Regierung, die Aktionäre sowie die Behörden zustimmen. Vollzogen werden soll der Zusammenschluss früheren Angaben zufolge spätestens Ende kommenden Jahres.

Die Unternehmen hatten bereits länger verhandelt, Ende 2017 bestätigten sie entsprechende Gespräche. Erschwert wurde das Bündnis durch politischen Widerstand aus Brasilien, da Embraer auch Militärflugzeuge und Sicherheitstechnik entwickelt und baut. Der Staat hält an Embraer eine sogenannte Goldene Aktie und kann damit weitreichende Entscheidungen blockieren. (dpa/apa/red)