Luftfahrtindustrie

Boeing kündigt knapp 7.000 Mitarbeitern und plant weitere Entlassungen

Der angeschlagene amerikanische Konkurrent von Airbus will rund einem Zehntel seiner Mitarbeiter kündigen. Nach der jüngsten Kündigungswelle sind weitere tausende Entlassungen geplant.

Der angeschlagene Flugzeugbauer Boeing macht in der Corona-Krise mit seinem großen Stellenabbau ernst. Rund 6.770 Mitarbeiter in den USA erhalten diese Woche ihre Entlassungsschreiben, wie der Airbus-Rivale mitteilte. Die Kündigungen kommen demnach zusätzlich zu etwa 5.520 Angestellten, die Abfindungsangebote angenommen haben und den Konzern in den nächsten Wochen verlassen.

In den kommenden Monaten werde es Tausende weitere Abgänge geben, erklärte Boeing-Chef Dave Calhoun in einer Mitteilung emo an die Mitarbeiter.

Von 160.000 Mitarbeitern soll jeder Zehnte gehen

Die Entlassungswelle kommt nicht überraschend: Boeing hatte bereits Ende April angekündigt, seine Beschäftigtenzahl von rund 160.000 um etwa zehn Prozent zu reduzieren. Dieser Plan wurde nun lediglich konkretisiert. Der Konzern steckt aufgrund des Problemfliegers 737 Max, der nach zwei verheerenden Abstürzen seit mehr als einem Jahr weltweit mit Startverboten belegt ist, schon länger tief in der Krise. Die Corona-Pandemie, die den Luftverkehr nahezu zum Erliegen gebracht hat, hat das Unternehmen noch stärker unter Druck gebracht. (dpa/apa/red)