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Boeing hat einen neuen Chef

Der US-Flugzeughersteller Boeing hat einen neuen Vorstandsvorsitzenden berufen. Dennis Muilenburg (51) trete zum 1. Juli die Nachfolge von James McNerney (65) an.

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James McNerney, der den Spitzenposten die vergangenen zehn Jahre lang bekleidete, soll aber bis zu seinem Ruhestand Ende Februar 2016 weiter den Verwaltungsrat führen und Angestellter von Boeing bleiben. Muilenburg ist seit 2013 als COO im Vorstand für das operative Geschäft zuständig und arbeitet bereits seit drei Jahrzehnten für den Konzern. "Dennis ist eine extrem fähige, erfahrene und respektierte Führungskraft mit immenser Leidenschaft für unser Unternehmen", erklärte McNerney.

Muilenburg gilt seit 2013 als Thronfolger von McNerney. Er deutete in einem Interview an, keinen Strategieschwenk forcieren zu wollen. Das Geschäft mit Passagier-Flugzeugen boomt seit Jahren, im Rüstungsbereich spüren die US-Amerikaner aber ebenso wie Airbus die Kürzungen in den Militär-Budgets vieler Länder. Die Verteidigungssparte betrachtet Muilenburg nach eigenen Worten nicht als Problem. Es sei vielmehr eine Herausforderung für den Konzern, die Produktion ziviler Jets hochzufahren, ohne die Ertragskraft zu gefährden.

In der zehnjährigen Amtszeit von McNerney hat sich der Boeing-Umsatz fast verdoppelt auf zuletzt knapp 91 Milliarden Dollar. Zwei Drittel der Erlöse werden mit Passagier-Flugzeugen gemacht. (apa/dpa/Reuters)