Luftfahrt

Boeing erwartet beste Geschäfte in China - trotz Handelskonflikt

Boeing hat seine Prognose für den Flugzeugmarkt in China weiter nach oben gerückt. In den nächsten zwei Jahrzehnten erwartet der amerikanische Flugzeugbauer bei den Auslieferungen ein Plus von rund sechs Prozent.

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Boeing erwartet in China trotz des Handelskonfliktes rosige Zeiten für seinen Flugzeugabsatz. Der US-Konzern erwarte, dass im Reich der Mitte in den nächsten zwei Jahrzehnten 7.690 neue Flugzeuge im Wert von 1,2 Billionen US-Dollar (rund 1 Billion Euro) ausgeliefert werden, teilte Boeing mit.

Damit hob der US-Flugzeugbauer für den Zeitraum bis 2037 seine Prognose um 6,2 Prozent an. Zuvor hatte er mit dem Verkauf von 7.240 Flugzeugen bis 2036 gerechnet.

China ist der weltweit am schnellsten wachsende Flugzeugmarkt. "Das Wachstum in China ist auf die wachsende Mittelschicht des Landes zurückzuführen, die sich in den letzten zehn Jahren mehr als verdreifacht hat und in den nächsten zehn Jahren noch einmal verdoppeln wird", erklärte Boeing-Manager Randy Tinseth. Boeing wie auch sein europäischer Konkurrent Airbus drängen mit Macht auf den chinesischen Markt. Beide sind inzwischen mit Montagewerken vor Ort.

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Bisher blieb Boeing vom Handelskonflikt zwischen den USA und China verschont. Die Regierung der Volksrepublik hat große Flugzeuge von der Vergeltungsliste gestrichen, obgleich US-Präsident Donald Trump mit Zöllen auf praktisch alle chinesischen Importe in die Vereinigten Staaten drohte. (reuters/apa/red)