Autoindustrie

BMW will mit 100 Prozent Ökostrom produzieren - und zwar schon 2020

BMW will seine weltweit 23 Autofabriken komplett auf grünen Strom umstellen - und zwar "noch in diesem Jahr", wie Produktionsvorstand Nedeljkovic verspricht. Schon heute kommt der Strom zu 80 Prozent aus Erneuerbaren, etwa von Windrädern, PV - und aus Kuhmist.

BMW will seine weltweit 23 Autofabriken komplett auf grünen Strom umstellen. Produktionsvorstand Milan Nedeljkovic sagte der Zeitschrift "Automobil-Produktion": "Noch in diesem Jahr werden wir in unseren Werken weltweit ausschließlich Strom aus regenerativen Energiequellen beziehen, also zu 100 Prozent."

Windräder und Kuhmist als Stromquelle

Die BMW-Werke verbrauchen jährlich rund 5,2 Millionen Megawattstunden Strom, wie ein Sprecher sagte - also etwa so viel wie zwei Millionen Haushalte. Schon heute kämen 80 Prozent des Stroms in den BMW-Werken aus erneuerbarer Energie, sagte der Sprecher. Beispiele seien die Windräder im Werk Leipzig, Solarmodule auf 70.000 Quadratmeter Fläche beim Werk in Mexiko oder die mit dem Mist von 30.000 Rindern betriebene Biogasanlage im Werk in Südafrika. Mit einem Stromverbrauch von 2,1 Megawattstunden pro Auto liege BMW zudem unter dem durchschnittlichen Verbrauch der europäischen Autobauer.

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"Wir verbrauchen für die Produktion eines Fahrzeugs heute im Durchschnitt nur halb so viele Ressourcen und CO2 wie noch im Jahr 2006", sagte Nedeljkovic. "Zum Beispiel haben wir insgesamt über 300.000 LEDs installiert und sparen dadurch so viel Strom ein, wie 40.000 Haushalte verbrauchen."

Ob auch Magna Steyr umstellt, sagt BMW nicht

BMW lässt Autos auch von Magna-Steyr in Graz in Österreich, von Nedcar in den Niederlanden und von anderen Auftragsfertigern produzieren. Zum Strom in diesen acht Werken machte BMW keine Angaben. (dpa/apa/red)

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