Entscheidung vertagt

BMW verschiebt Entscheidung über Werk in Russland

Angesichts der anhaltenden Talfahrt auf dem russischen Automarkt hat BMW die Entscheidung über ein neues Werk vor Ort vertagt. "Wir haben eine Produktion in Russland geprüft", sagte Vorstandschef Norbert Reithofer. "Auch dieses Projekt haben wir jetzt etwas nach hinten geschoben."

Automobilindustrie BMW Russland Norbert Reithofer

BMW hatte bereits davon gesprochen, dass das Ziel, 50.000 Fahrzeuge in Russland zu verkaufen, "in weiter Ferne" liege. 2014 setzten die Münchner dort etwas mehr als 37.000 Autos ihrer Marken BMW und Mini ab, ein Rückgang von 17 Prozent binnen eines Jahres.

Russland galt lange als Hoffnungsmarkt innerhalb Europas, doch die politische und wirtschaftliche Krise sowie die Rubelschwäche ließen den Autoabsatz einbrechen. Im März schrumpfte er um 42,5 Prozent, im ersten Quartal um mehr als 36 Prozent. "Russland ist eine echte Herausforderung für unseren Konzern", sagte Reithofer und verwies auf einen Rückgang der Auslieferungen im Startquartal um 14 Prozent.

BMW lässt in Kaliningrad Autos beim lokalen Auftragsfertiger Avtovor bauen; montiert werden Limousinen der Baureihen 3er, 5er, 7er und die Geländewagen X1, X3, X5 und X6. Im vergangenen Jahr wurden dort 24.240 Fahrzeuge gefertigt. Für 2015 rechnet BMW mit einem Produktionsvolumen zwischen 15.000 und 20.000 Autos in Russland. (apa/Reuters)

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