Autoindustrie

BMW Österreich: 90 neue Lehrlinge auch im Coronajahr

Autobauer BMW setzt seine Ausbildungsoffensive in Österreich auch mitten in der Coronakrise fort und stellt 90 neue Lehrlinge ein. Man wolle jungen Menschen "durch ausgezeichnete Ausbildung den perfekten Berufseinstieg ermöglichen", heißt es bei BMW Österreich.

Die Lehrlinge des Jahres 2020 im BMW Group Werk Steyr.

Bei der BMW Gruppe in Österreich haben bis Mitte September 2020 an den Standorten Steyr, Wien sowie bei Handelspartnern im ganzen Land 90 neue Lehrlinge mit der Ausbildung begonnen. Trotz Krise komme die Gruppe damit "ihrer Verantwortung als verlässlicher Arbeitgeber nach" und stärke gleichzeitig das Engagement am Wirtschaftsstandort Österreich, meldet dazu das Unternehmen.

Jeder zweite Motor in einem BMW kommt aus Oberösterreich

Das Werk von BMW in Steyr in Oberösterreich ist das weltweit größte Motorenwerk des Unternehmens. Hier werden jährlich rund 1,2 Millionen Triebwerke für den Weltmarkt produziert. Das heißt, fast jeder zweite weltweit ausgelieferte BMW oder ein Fahrzeug der Marke "Mini" fährt mit einem Motor aus Österreich.

Seit über 40 Jahren werden hier Lehrlinge in den technischen Lehrberufen Elektrotechnik, Zerspanungstechnik, Maschinenbautechnik, Mechatronik, Prozesstechnik, Kfz-Technik und Mechatronik mit Fertigungstechnik ausgebildet.

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20 neue Lehrlinge im BMW-Werk in Steyr

Heuer haben 20 neue Lehrlinge mit der Ausbildung gestartet, sechs Mädchen und 14 Burschen. Aktuell nehmen rund 50 Prozent der Lehrlinge im Werk Steyr das Angebot „Lehre mit Matura“ wahr. Viele der Führungskräfte im Werk in Steyr hätten selbst einmal als Lehrling begonnen, so das Unternehmen. Insgesamt hat dieses Werk seit seiner Gründung 816 junge Menschen ausgebildet.

Lehrlinge auch am Standort Salzburg

Am Standort Salzburg beschäftigt BMW heuer vier Lehrlinge und bildet sie als Bürokauffrau und Bürokaufmann sowie Kfz-Techniker aus. Die Besonderheit einer Lehre in Salzburg sei das internationale Umfeld mit Mitarbeitern aus über einem Dutzend Länder sowie der Austausch mit Kollegen aus den zwölf Märkten der Region Mittel- und Südosteuropa, deren Zentrale sich in Salzburg befindet. Lehrlinge bekommen hier interne Coachings sowie externe Weiterbildungen für Abschlüsse wie ein "Lehrlingsdiplom" oder das Programm "Lehre mit Matura".

Unterschiedliche Ausbildungsangebote in Wien

Die Niederlassung Wien ist der größte Handelsbetrieb der BMW Gruppe in Österreich. Hier haben heuer im August 13 neue Lehrlinge begonnen, und zwar in den Lehrberufen Bürokauffrau bzw. Bürokaufmann, Einzelhandelskauffrau bzw. Einzelhandelskaufmann, Finanz- und Rechnungswesenassistenz, Karosseriebautechniker sowie Kfz-Techniker für PKW und Motorrad.

Neben der fachlichen Ausbildung an der Berufsschule und durch Lehrer gibt es hier in mehrtägigen Workshops zusätzliche externe Seminare. Im Vorjahr wurde die Wiener Niederlassung von BMW mit dem Wiener Qualitätssiegel als Top-Lehrbetrieb "für die vorbildliche Ausbildung von Lehrlingen" ausgezeichnet.

Die Handelspartner BMW und Mini bilden 57 junge Menschen aus

Bei den Handelspartnern von BMW und Mini haben heuer 57 junge Menschen eine Lehre begonnen. Der häufigste Lehrberuf für Mädchen und Burschen ist der des Kfz-Technikers, gefolgt vom Karosseriebautechniker, Kfz-Lackierer, Bürokauffrau und Bürokaufmann sowie Einzelhandelskauffrau und Einzelhandelskaufmann.

Jeder Ausbildungsbetrieb setze dabei eigene Schwerpunkte, doch alle würden "ein besonders professionelles und hochmodernes Arbeitsumfeld" bieten, so der Autobauer. Die Auszubildenden würden damit "die neuesten Technologien von der Pike auf kennenlernen".

Bei der Lehre zum Kfz-Techniker zum Beispiel sei besonders, dass die Arbeit nicht nur in der Wartung und Reparatur der Mechanik bestehe, sondern auch in der Überprüfung und Fehlersuche elektronischer Komponenten mithilfe moderner Diagnosegeräte. Der Grund: In einem modernen Auto seien die mechanischen und digitalen Komponenten immer stärker miteinander vernetzt, so BMW.

Bei Karosseriebautechniker dagegen stünde die richtige Form von Karosserien und deren Anbauteilen im Mittelpunkt, wobei hier das Wissen um Werkstoffe wie Stahl oder Aluminium sowie den modernen Werkstoff Carbon sehr wichtig seien. Angehende Karosseriebautechniker sollten daher handwerkliches Geschick und Fingerfertigkeit mitbringen, heißt es bei BMW Österreich.

(red)

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13 neue Lehrlinge starteten 2020 ihre Ausbildung bei BMW Niederlassung Wien.