Autoindustrie

BMW macht im ersten Quartal drei Milliarden Euro Gewinn

Dank seiner neuen Beteiligung am Kartendienst Here hat der bayerische Autobauer einen höheren Quartalsgewinn erwirtschaftet als erwartet: Der Vorsteuergewinn steigt um 27 Prozent auf drei Milliarden Euro.

Der Einstieg neuer Partner beim Kartendienst Here hat dem deutschen Autobauer BMW zu einem Gewinnsprung verholfen. Das Vorsteuerergebnis kletterte im ersten Quartal um 27 Prozent auf 3 Mrd. Euro, teilte der Konzern auf Basis vorläufiger Zahlen mit.

Alleine dadurch dass der BMW-Anteil an Here im Zuge der Beteiligung weiterer Unternehmen höher bewertet wurde, schnellte das Finanzergebnis um 183 Mio. Euro nach oben. Von einem entsprechenden Sondereinfluss hatte bereits der Erzrivale Daimler profitiert, der ebenfalls an Here beteiligt ist. Zuletzt war etwa der Chipriese Intel dort eingestiegen.

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Darüber hinaus verbuchte BMW weitere Sondereinflüsse von 122 Mio. Euro im Finanzergebnis, die nach Konzernangaben im wesentlichen ebenfalls auf Bewertungseffekte zurückzuführen sind. Zudem habe das chinesische Gemeinschaftsunternehmen BMW Brilliance Automotive seinen Ergebnisbeitrag gesteigert. In der Autosparte kletterte der Quartalsgewinn lediglich um sechs Prozent auf 1,87 Mrd. Euro.

Der Umsatz der BMW-Gruppe stieg um 12 Prozent auf 23,4 Mrd. Euro. Konzernchef Harald Krüger bekräftigte die Erwartung, dass das Unternehmen im Gesamtjahr seinen Vorsteuergewinn leicht steigert und damit operativ eine Umsatzrendite zwischen acht bis zehn Prozent erwirtschaftet. Die Marge lag im ersten Quartal im Autogeschäft bei genau neun Prozent nach 9,4 Prozent vor Jahresfrist. Den Quartalsbericht will BMW am 4. Mai veröffentlichen. (reuters/apa/red)