Ergebnisse

BMW kündigt auch für 2019 ein Sparprogramm an

Der bayerische Autobauer will in den nächsten vier Jahren zwölf Milliarden Euro einsparen. Im Vorjahr ging der Gewinn um 17 Prozent auf 7,2 Milliarden Euro zurück, obwohl BMW mehr Autos verkauft hat.

BMW rechnet im laufenden Jahr mit einem weiteren Gewinnrückgang, will aber keine Stellen abbauen. Stattdessen werde BMW wenig gefragte Modell- und Motorvarianten konsequent aus dem Angebot streichen, die Fahrzeugentwicklung stärker digitalisieren, den Vertrieb straffen und so in den nächsten vier Jahren 12 Mrd. Euro einsparen, sagte Vorstandschef Harald Krüger in München.

Informatiker kommen - andere müssen gehen

Die Mitarbeiterzahl solle trotz der Einstellung von IT-Spezialisten in Zukunftsfeldern wie Digitalisierung, autonomes Fahren und Elektromobilität auf Vorjahresniveau bleiben. "Wir haben eine gegenüber den Vorjahren erhöhte natürliche Fluktuation aufgrund geburtenstarker Jahrgänge." Das gebe BMW die Möglichkeit, sich stärker auf die Zukunftsthemen auszurichten und Effizienzen zu heben.

INDUSTRIEMAGAZIN Premium:
BMW-Agile-Coach Marcus Raitner: "Wir falten die klassische Chefrolle in drei neue auf" >>

White Paper zum Thema

BMW hat 2018 mehr Autos verkauft

Mit der Bilanz des vergangenen Jahres zeigte sich Finanzvorstand Nicolas Peter unzufrieden. BMW verkaufte zwar mehr Autos, aber der Umsatz sank leicht auf 97,5 Mrd. Euro. Wegen der Rabattschlacht bei der Umstellung auf den neuen Abgasstandard WLTP, der chinesischen Strafzölle auf die in den USA gebauten BMW-Fahrzeuge, Rückrufen und hoher Investitionen fiel das Ergebnis vor Steuern um 8 Prozent auf 9,8 Mrd. Euro. Der Gewinn brach sogar um 17 Prozent auf 7,2 Mrd. Euro ein. Die Dividende für die Aktionäre wird nun entsprechend gekürzt.

Aus Österreich:
BMW könnte Motorenbau von England nach Steyr verlagern >> 
Bei BMW in Steyr soll bald ein neues Montageband in Betrieb gehen >>

Auch heuer gebe es kräftig Gegenwind, sagte der Finanzchef. Allein schon steigende Rohstoffpreise und der starke Euro dürften BMW mehr als eine halbe Milliarde Euro kosten. Zugleich müsse BMW weiter kräftig in neue Modelle, Elektromobilität und die Entwicklung autonom fahrender Autos investieren. Selbst wenn es keinen ungeregelten Brexit und keine Zollerhöhungen zwischen den USA und China gebe, "wird das Konzernergebnis vor Steuern voraussichtlich ebenfalls deutlich unter dem des Vorjahres liegen", sagte Peter. (dpa/reuters/apa/red)

Aus der Branche:
Daimler und BMW wollen Milliardenkosten beim autonomen Fahren teilen >> 
Schmutziger Stahl: Berlin will Hersteller zur Kontrolle der Lieferkette zwingen >>

Verwandte tecfindr-Einträge