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Blockheizkraftwerk von HanseWerk erzeugt Strom für 21.500 Haushalte

Das größte und leistungsstärkste Blockheizkraftwerk (BHKW) der Metropolregion Hamburg läuft mit einem Motor von GE. Es wird zukünftig Strom für bis zu 21.500 Haushalte und Wärme für bis zu 6.000 durchschnittliche norddeutsche Einfamilienhäuser erzeugen.

Antriebstechnik GE High-Tech-Produktion

Hamburgs Umweltsenator Jens Kerstan hat das größte und leistungsstärkste Blockheizkraftwerk (BHKW) der Metropolregion Hamburg in Betrieb genommen. Es wird zukünftig Strom für bis zu 21.500 Haushalte und Wärme für bis zu 6.000 durchschnittliche norddeutsche Einfamilienhäuser erzeugen.

Mit dem neuen BHKW in Stapelfeld leistet HanseWerk Natur gemeinsam mit GE, dem Hersteller des Motors, einen wichtigen Beitrag zur Erreichung der Klimaschutzziele und zur Netzstabilität der Hansestadt. HanseWerk Natur investiert 6,8 Millionen Euro in das neue Kraftwerk.

„Ich freue mich, dass hier eine hochmoderne Anlage in den Betrieb geht. Investitionen in moderne Kraftwerke sind eine wichtige Grundlage für den Erfolg der Energiewende. Effiziente Technik nutzt die Wärme vor Ort“, sagt Hamburgs Umweltsenator Jens Kerstan. „Wir stehen vor der Herausforderung, die Wärmeversorgung in Hamburg klima- und verbraucherfreundlich und gleichzeitig versorgungssicher zu organisieren. Dazu leistet diese Anlage einen Beitrag.“

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„Dezentrale Erzeugungsanlagen spielen für die Energiewende eine sehr wichtige Rolle, denn sie gewinnen Energie effizient genau dort, wo sie gebraucht wird“, sagt Udo Bottländer, Personalvorstand der HanseWerk-Gruppe. „Mit dem Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung und der Umsetzung solch innovativer Projekte setzt die HanseWerk-Gruppe bereits seit vielen Jahren einen wichtigen Baustein der Energiewende in der Metropolregion Hamburg in die Praxis um.“

Das innovative BHKW hat eine elektrische Leistung von fast 10 Megawatt und kann pro Jahr über 76 Millionen Kilowattstunden Strom sowie bis zu 80 Millionen Kilowattstunden Wärme erzeugen. Wie bei anderen Anlagen setzt HanseWerk Natur auf eine Kooperation mit GE. Herzstück der Anlage ist der Jenbacher J920 FleXtra Gasmotor. Weltweit wurden bislang acht Modelle dieses leistungsstärksten und effizientesten Gasmotors, den GE je gebaut hat, ausgeliefert. Durch ein innovatives Anlagenkonzept, bei dem die Abwärme des Motors dem Heizkreislauf zugeführt und so effizient genutzt wird, kann der Wirkungsgrad der Anlage auf deutlich über 95 Prozent gesteigert werden. Im Vergleich zur getrennten Erzeugung von Strom und Wärme können so rund 60 Prozent CO2-Emissionen eingespart werden. Das sind im konkreten Fall mehr als 11.000 Tonnen CO2 pro Jahr.

„Wir freuen uns, mit unserer flexiblen und leistungsstarken Gasmotorentechnologie am größten Blockheizkraftwerk Norddeutschlands der HanseWerk-Gruppe einen entscheidenden Beitrag zu leisten“, so Oliver Klitzke, Executive Operations GE Germany. „HanseWerk Natur und GE verbindet seit vielen Jahren eine intensive Kooperation zur Weiterentwicklung von KWK-Anlagentechnologie sowie deren Service-Konzepten. Die Anlage in Stapelfeld setzt in den Bereichen Wirkungsgrad und Flexibilität in ihrer technischen Gesamtkonzeption neue Maßstäbe.“

Der flexible Gasmotor in Stapelfeld ist ideal zur Netzstabilisierung geeignet. Da wegen der steigenden Anzahl regenerativer Erzeugungsanlagen an sonnen- und windreichen Tagen zu viel Strom, bei kaum Sonne und Wind oftmals zu wenig Strom eingespeist wird, stellt dies das Stromnetz vor besondere Herausforderungen. HanseWerk Natur wird daher das neue BHKW in sein Virtuelles Kraftwerk einbinden, das bereits aus 65 BHKWs besteht.

In einem Virtuellen Kraftwerk werden die Blockheizkraftwerke so zusammengeschaltet, dass sie im Falle eines Überangebots von Strom im Netz ihre Leistung schnell herunterfahren können (negative Regelenergie). Sollte hingegen zu wenig Strom vorhanden sein, kann das BHKW Stapelfeld innerhalb von fünf Minuten zusätzlichen Strom einspeisen (positive Regelenergie). „Hiermit leisten wir einen wichtigen Beitrag für die Versorgungssicherheit der Metropolregion Hamburg“, stellt Thomas Baade, Geschäftsführer bei HanseWerk Natur, heraus. „Die hohe Flexibilität der neuen Anlage ist hierfür entscheidend.“

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