Industriekonjunktur

Blitzbefragung: Erholung in der Metallindustrie kommt nur schleppend

Trotz Erholung bei den Auftragsbeständen kommt der Aufschwung in der Metalltechnischen Industrie nur zögerlich.

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Zum vierten Mal seit Beginn der Covid19 Krise hat der Fachverband der Metalltechnischen Industrie Unternehmen dazu aufgerufen, eine Einschätzung der aktuellen Konjunkturentwicklung in der Metalltechnischen Industrie zu geben. "Die üblichen Indikatoren geben uns in der derzeitigen Situation zu wenig Aufschluss", begründet MTI-Konjunkturexperte Martin Baminger. 

MTI © Metalltechnische Industrie / Blitzbefragung 2.9-7.9.

Ein Minus von 19,4 Prozent der Produktionsleistung wird für das vierte Quartal prognostiziert
Quelle: Metalltechnische Industrie

Der Trend, der sich in den letzten Wochen abgezeichnet hat, beginnt sich zu verfestigen: "Der Erholung der Nachfrage in der Industrie geht deutlich die Luft aus, wobei diskutiert werden kann, ob jemals, zumindest kurzfristig, viel Luft in der Entwicklung zu sehen war", so Baminger. 

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Für das zweite Halbjahr erwarten sich die Unternehmen einen Rückgang im Vergleich zum Vorjahr von ca. 20 Prozent, der Maschinenbau ist etwas härter getroffen. Die Auftragsbestände verbessern sich seit Mai, sie sind aber nach wie vor sehr schwach, vor allem im Maschinenbau. Die Nutzung der Kurzarbeit wird stark zurückgehen, in der Phase drei von rund 50 Prozent ein Viertel. Eine erste Welle des Personalabbaus steht bevor. "Überraschenderweise spielen Lieferketten-Engpässe immer noch eine große Rolle", heißt es im Fachverband.

2021 wird voraussichtlich in etwa die Hälfte des Rückganges gutgemacht werden können. Im Vergleich zu 2019 liegen die Einschätzungen für den Umsatz für 2021 demnach bei minus 8,6 Prozent. 

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