Personalie

Betriebsrat weiß neuen Telekom-Chef Arnoldner nicht recht einzuschätzen

Thomas Arnoldner sei zwar ein erfahrener Telekom-Manager, aber nominiert von einer schwarz-blauen Regierung: Die Erwartungen an den neuen Telekom-Chef sind vorsichtig, aber hoch.

Thomas Arnoldner ist seit 1. September Chef der teilstaatlichen Telekom Austria. Er folgt dem Argentinier Alejandro Plater nach, der als COO den operativen Betrieb leitet. Der Telekom-Betriebsrat hieß den neuen Konzernvorsitzenden willkommen, gab ihm aber gleich ein Forderungspaket mit. Ein Punkt darin: Mit den häufigen Wechseln in der Managementebene müsse definitiv Schluss sein.

Gefordert wird, die "Cash Cow A1" nicht mit überhöhten Dividenden "leer zu melken" und das Unternehmen "nicht für eine Privatisierung herauszuputzen". Der Breitband-Ausbau müsse forciert werden - und eine zentrale Forderung der Arbeitnehmer ist: "Kein Jobabbau durch Digitalisierung." Die Mitarbeiter müssten mit Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen "mitgenommen" werden.

Die Erwartungen der Belegschaft an Arnoldner seien sehr hoch, schrieb Werner Luksch, Betriebsratschef der A1 Telekom Austria. Man werde den neuen CEO an seinen Taten messen. Arnoldner sei zwar ein erfahrener Telekom-Manager, aber nominiert von einer schwarz-blauen Regierung "und unter einer solchen wurde schon einmal die Privatisierung vorangetrieben", erinnerte der Betriebsrat.

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Man gebe dem neuen CEO für den Start einen Vertrauensvorschuss, so der Belegschaftsvertreter, aber "keinen Persilschein". Die Telekom Austria beschäftigt fast 12.000 Mitarbeiter. (apa)

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