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Besser ohne Huawei: Deutsche Industrie hat sich entschieden

"Es darf keine Einflussnahme durch ausländische Staaten geben", lautet nach einem langen internen Ringen die Conclusio des wichtigsten deutschen Industrieverbands BDI. Wenn ein Hersteller die technischen, politischen und rechtlichen Kriterien der EU nicht erfülle, müsse er vom Aufbau ausgeschlossen werden.

In der Kontroverse rund um den Aufbau eines 5G-Netzes hat sich in Deutschland die dortige Industrie nun für den Ausschluss des umstrittenen chinesischen Anbieters Huawei ausgesprochen. "Es darf keine Einflussnahme durch ausländische Staaten geben", sagte Dieter Kempf, Präsident des Bundesverbandes der deutschen Industrie (BDI) dem "Handelsblatt".

"Wenn ein Hersteller die technischen, politischen und rechtlichen Kriterien der EU und der Bundesregierung nicht erfüllt, muss er von der Beteiligung am Aufbau des deutschen Netzes ausgeschlossen werden", sagte Kempf. Vor einem Jahr hatte sich Kempf noch klar gegen Ausschlüsse einzelner Anbietern ausgesprochen. "Davon halte ich nichts", sagte er im Februar 2019: "China könnte im Gegenzug versucht sein, deutsche Firmen an anderer Stelle zu treffen."

In den USA gibt es Spionagevorwürfen gegen den chinesischen IT-Riesen. Österreich hält die Tür für den international politisch umstrittenen, chinesischen IT-Riesen offen.

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Der neue Mobilfunkstandard 5G soll das superschnelle Internet bringen sowie für einen BIP-Anstieg und mehr Jobs sorgen, erwarten die Befürworter. Die Gegner sorgen sich um gesundheitliche Risiken und neue Handymasten.

In Österreich wird der neue Mobilfunkstandard derzeit von Magenta und Hutchison/Drei in einigen Ballungsräumen angeboten. A1 startete am gestrigen Samstag in 129 Gemeinden. Der flächendeckende Ausbau beginnt nach der zweiten Frequenzversteigerung im Frühjahr und dauert bis Ende 2023. (apa/red)

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