Beschlägehersteller Grass will stärker wachsen

Der zur Würth-Gruppe gehörende Vorarlberger Beschlägehersteller Grass ortet nach einem verhaltenen Jahr 2011 für heuer Wachstumssignale aus seinen Hauptmärkten. 2011 beendete Grass mit einem Umsatz von rund 288 Mio. Euro (plus 0,9 Prozent). In den ersten Monaten 2012 habe sich die Auftragslage positiv entwickelt, Rückgänge zeichneten sich in Ost- und Südeuropa ab, so der neue Vorsitzende der Grass-Geschäftsführung, Ronald Weber, anlässlich der Eröffnung einer 5,8 Millionen Euro teuren Logistikhalle am Standort Götzis.

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Die bei Grass traditionell starken Märkte Spanien und Griechenland litten unter der Krise, was sich im Gewinn niedergeschlagen habe. Man sei angesichts der Umstände aber "nicht unzufrieden", sagte Weber. Für 2012 erwarte man "kein Rekordjahr", zumal Prognosen für Südeuropa schwierig seien. Wachstum sei jedoch sicher möglich, vor allem in den entwickelten Märkten, etwa dem ersten Hauptmarkt Deutschland. Zuwächse verzeichne man aber auch aus dem US-Markt, der umsatzmäßig auf Deutschland folge und vor allem für innovative Grass-Premiumprodukte interessant sei.

Neue Gesellschaften Die bestehenden Märkte wolle er zukünftig intensiver bearbeiten, daneben sollen auch die Handelsaktivitäten ausgebaut werden. Dazu habe man 2011 eigene Gesellschaften in Großbritannien und Australien gegründet. Um im härter werdenden Wettbewerb gerüstet zu sein, werde man in Zukunft noch stärker auf die Entwicklung neuer Produkte setzen, berichtete Weber, der den Vorsitz der Geschäftsführung im November 2011 übernahm. Ein weiteres Anliegen werde ihm die Vollendung der Fusion der beiden Standorte Höchst (Bezirk Bregenz) und Götzis sein. Neue Logistikhalle

Die neue, rund 2.000 Quadratmeter große Logistikhalle samt Hochregallager in Götzis sei Teil eines umfangreichen Investitionsprogramms. Seit der Übernahme durch Würth 2004 habe man in die Modernisierung der Vorarlberger Produktionsstandorte einen dreistelligen Millionenbetrag investiert, hieß es. Die Halle werde die Leistungsfähigkeit der Produktion für das Bewegungssystem "Dynapro" steigern, mit dem man gerade in den USA hohes Wachstum verzeichne, erklärte Weber. Zudem werde die innerbetriebliche Logistik wie die Distributionslogistik damit verbessert. Nun könne man den Kunden, die immer stärker auf eine Reduzierung der Lieferzeiten drängten, "einen besseren Lieferservice bieten". (APA/red)