Luftfahrt

Bilanz des ersten Tages: Viele Besucher, wenige Flieger

Großes Interesse am neuen Hauptstadtflughafen BER am ersten Tag nach der Eröffnung des Hauptterminals: Hunderte Besucher nutzten die Gelegenheit, sich das neue Gebäude von innen anzusehen.

Großes Interesse am neuen Hauptstadtflughafen BER am ersten Tag nach der Eröffnung des Hauptterminals: Hunderte Besucher nutzten die Gelegenheit, sich das neue Gebäude von innen anzusehen. Vor allem vor dem Ticketschalter für die Besucherterrasse, von der man einen Blick auf das Vorfeld und Teile der Start- und Landebahnen hat, bildete sich eine lange Schlange. Dort war aufgrund der Coronavirus-Beschränkungen nur Platz für 400 Besucher gleichzeitig.

Im Sicherheitsbereich vor den Gates waren jedoch nur wenige Passagiere anzutreffen. Am frühen Morgen waren die ersten Fluggäste für den ersten offiziellen BER-Flug nach London-Gatwick verabschiedet worden. Insgesamt jeweils 23 Starts und Landungen seien für Sonntag am Hauptterminal angesetzt, sagte eine Flughafensprecherin. Insgesamt seien am ersten Tag lediglich rund 3.000 Fluggäste über den BER gereist, teilte der Flughafen am Nachmittag mit.

Für die 100 Geschäfte und elf Gastro-Betriebe im Sicherheitsbereich ist es deshalb ein schleppender Start. Aufgrund der Einschränkungen in der Corona-Krise müssen die Restaurants und Bars dort ihre Sitzgelegenheiten ab Montag absperren. Ausschenken dürfen sie zwar noch, aber nur zum Mitnehmen. Manche von ihnen hatten deshalb noch nicht entschieden, ob sie überhaupt öffnen werden.

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Am Sonntag, den 1. November 2020, hat am Terminal 1 des Flughafens Berlin Brandenburg Willy Brandt (BER) der Regelbetrieb mit den ersten kommerziellen Abflügen begonnen. Das Terminal war am Vortag mit der Landung der ersten beiden Flugzeuge von easyJet und Lufthansa in Betrieb genommen worden.

"In wenigen Tagen wird der gesamte Flugverkehr in Berlin und Brandenburg am neuen Airport konzentriert sein", teilte Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup mit. "Der BER bietet eine moderne Infrastruktur mit internationalem Standard und ist damit für neue Verbindungen zu allen Kontinenten gerüstet, wenn die Coronakrise überwunden ist." (dpa/apa/red)