Stahlindustrie

Berlin: Thyssenkrupp soll seine Fusionspläne mit Tata überdenken

Während die Konzernchefs von Thyssenkrupp weiter an einer Zsammenlegung der Stahlsparten mit Tata Steel arbeiten, kommt aus Berlin Gegenwind. Diese Fusion sei keineswegs ohne Alternativen, so Außenminister Gabriel.

In der Debatte um die Zukunft der Stahlsparte von Thyssen-Krupp fordert der deutsche Außenminister Sigmar Gabriel (SPD)
das Unternehmen auf, über Alternativen zu einer Fusion der Sparte mit Tata Steel zu sprechen. Dies müsse in Strategierunden mit Arbeitnehmervertretern besprochen werden, sagte Gabriel nach einem Treffen mit Betriebsräten und Vertrauensleuten der IG Metall in Duisburg.

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"Es gibt Alternativen dazu. Es gibt nationale, über die man reden kann, es gibt internationale, es gibt im Konzern Alternativen", erklärte Gabriel. Zu den Plänen selbst äußerte Gabriel sich ablehnend: "Ich glaube, dass vieles für die Argumente der Betriebsräte spricht, dass das eine Sackgasse ist, dass dabei ein schlechtes Geschäft für Thyssen-Krupp rauskommt und große Gefahren für den Stahlstandort."

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Über die Fusion seiner Stahlsparte mit dem indischen Unternehmen Tata Steel verhandelt Thyssen-Krupp bereits seit Monaten. Betriebsräte und die Gewerkschaft IG Metall fürchten unter anderem den massiven Abbau von Arbeitsplätzen und sehen den Stahlstandort Duisburg in Gefahr. (dpa/apa/red)

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