Übernahme von Opel

Berlin: "Keine unmittelbare Gefahr" für Arbeitsplätze bei Opel

Matthias Machnig, Opel-Koordinator der deutschen Regierung, sieht "keine unmittelbare Gefahr" für einen massiven Abbau von Arbeitsplätzen bei Opel. Er verweist darauf, dass die Investitionsgarantie bis 2020 gelte. Betriebsrat und Management von Opel müssten jetzt "umfassend einbezogen werden".

Der Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium und Opel-Koordinator der Bundesregierung, Matthias Machnig, sieht im Verkauf des Opel-Konzerns an den französischen Autobauer PSA mehr Chancen als Risiken. "Es besteht die Chance, dass über diese Allianz ein echter europäischer Global Player in der Automobilindustrie entsteht", sagte Machnig der "Passauer Neuen Presse".

Dafür müssten die Potenziale der Zusammenarbeit ausgenutzt und eine Zukunftsstrategie entwickelt werden. "In diesem Prozess müssen Betriebsrat und Opel-Geschäftsleitung umfassend und transparent einbezogen werden", forderte der Staatssekretär.

Einen massiven Jobabbau befürchtet Machnig trotz Übernahme nicht. "Die unmittelbare Gefahr sehe ich nicht. Es wird immer vergessen, dass die Investitionsgarantie bis 2020 gilt", sagte Machnig. Alles hänge von der Zukunftsstrategie ab, grundsätzlich würden sich die beiden Unternehmen aber gut ergänzen. "Das ist eine große Chance für Opel."

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Der französische Autobauer zahlt 1,3 Mrd. Euro an den US-Konzern General Motors (GM), um dessen Europatöchter Opel und Vauxhall zu übernehmen, wie beide Konzerne am Montag mitteilten. Opel und Vauxhall haben zusammen rund 40.000 Mitarbeiter, rund 18.000 davon arbeiten für Opel in Deutschland. Im österreichischen Werk in Wien Aspern arbeiten 1.600 Mitarbeiter in der Motoren- und Getriebeproduktion für Opel.

PSA steigt durch die Übernahme zum zweitgrößten Autokonzern Europas hinter Volkswagen auf und vereint künftig 17 Prozent Marktanteil auf sich. (afp/apa/red)

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