Erneuerbare

Berlin: Erneuerbare brauchen in wenigen Jahren keine Subventionen mehr

Schon in wenigen Jahren könnten Windkraft und Photovoltaik vollständig wettbewerbsfähig sein, meint der deutsche Wirtschaftsminister Altmaier. Damit wären auch die heutigen Milliardenhilfen nicht mehr nötig.

Ökostrom-Produzenten in Deutschland werden nach Einschätzung des deutschen Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) in wenigen Jahren ohne staatliche Unterstützung auskommen.

"Ich gehe davon aus, dass die erneuerbaren Energien in absehbarer Zeit, das heißt in den nächsten vier bis fünf Jahren, ihre Wettbewerbsfähigkeit vollständig erreicht haben, und dass wir dann imstande sein werden, erneuerbare Energien ohne zusätzliche Subventionen zu finanzieren", sagte Altmaier auf einer internationalen Energiekonferenz in Berlin.

Kosten bei Windkraft an Land halbiert

Die Ausbaukosten zum Beispiel für Windkraft an Land hätten sich halbiert. "Heute ist der Ausbau der erneuerbaren Energien zu einem Bruchteil möglich als in der Vergangenheit", sagte Altmaier. Inzwischen kommt mehr als ein Drittel des deutschen Stroms aus erneuerbaren Quellen wie Sonne und Wind.

Bei der zweitägigen internationalen Energiekonferenz kommen Minister und hochrangige Delegationen aus 40 Ländern mit Vertretern aus Wirtschaft und Gesellschaft zusammen. Altmaier sagte, die deutsche Energiewende werde in vielen Ländern der Welt bewundert. Aus der Energiewende solle ein "Geschäftsmodell" werden.

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Einfache Stromkunden bezahlen die Milliardenförderungen für alle

Bisher haben die Betreiber etwa von Wind- und Solarkraftanlagen feste Einspeisevergütungen für ihren Strom bekommen, unabhängig vom Marktpreis. Finanziert wird dies mit der Ökostrom-Umlage, die Stromkunden über die Stromrechnung bezahlen.

Seit der Reform des deutschen Erneuerbare- Energien-Gesetzes (EEG) in der vergangenen Legislaturperiode werden die Anlagen ausgeschrieben, den Zuschlag bekommt, wer das günstigste Angebot macht, also am wenigsten Förderung verlangt. Die festen Einspeisevergütungen der Vergangenheit sind aber auf jeweils 20 Jahre festgeschrieben, so dass auch ohne neue Subventionen hohe Belastungen bestehen bleiben. (dpa/apa/red)

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