Stahlindustrie

Bericht: Bei Thyssenkrupp muss der Chef der Stahlsparte gehen

Die riesige Stahlsparte von Thyssenkrupp bekommt laut einem Zeitungsbericht einen neuen Chef: Premal Desai muss offenbar gehen. Ihm folgt Bernhard Osburg nach.

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Die Stahlsparte von Thyssenkrupp erhält einer Zeitung zufolge vor der geplanten Restrukturierung einen neuen Chef. Der Sprecher des Vorstandes von Thyssenkrupp Steel Europe, Premal Desai, werde seinen Posten mit Monatsende verlassen, berichtete das "Handelsblatt" im Voraus unter Berufung auf das Umfeld des Aufsichtsrates.

Nachfolger solle Bernhard Osburg werden, der bisher für den Vertrieb verantwortlich sei. Thyssenkrupp lehnteabend eine Stellungnahme zu dem Bericht ab. Der Konzern strebt auch nach dem gescheiterten Zusammenschluss mit Tata Steel Europe Partnerschaften in der Stahlsparte an. Thyssenkrupp-Chefin Martina Merz erklärte Ende Jänner, eine weitere Konsolidierung der Branche in Europa wäre vorteilhaft. "Und deshalb sind wir offen für Gespräche."

Zunächst müsse es aber eine harte Restrukturierung in der Sparte geben. Dies werde nicht ohne Arbeitsplatzabbau gehen. Thyssenkrupp will rund 6.000 der etwa 160.000 Jobs abbauen, darunter 2.000 in der Stahlsparte.

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Der Schwerindustrie machen Billig-Importe aus Fernost, Preisdruck und gestiegene Rohstoffkosten zu schaffen. Merz will nun die Sparten des Ruhrkonzerns eigenständiger aufstellen. Ziel sei es, dass alle Geschäftsbereiche ihre Kapitalkosten verdienen. Neben der Aufzugsparte sucht das Management auch für den Anlagenbau und Teile der Komponentenfertigung einen Käufer. (reuters/apa/red)