Lufthansa-Gruppe

Belgien greift Brussels Airlines unter die Arme

Die "Konzernschwester" der Austrian Airlines bekommt im Kampf gegen die Folgen der Coronakrise Hilfe vom belgischen Staat. Auch der selbst staatlich gerettete Mutterkonzern überweist viele Millionen.

Die Lufthansa-Tochter und somit AUA-Schwester Brussels Airlines erhält im Kampf gegen die Folgen der Coronakrise Hilfe vom belgischen Staat. Die Regierung in Brüssel gewähre einen Kredit von 290 Millionen Euro, teilte die belgische Fluggesellschaft mit.

Von der Lufthansa erhalte Brussels Airlines zudem eine Kapitalspritze über 170 Millionen Euro. Das Finanzierungspaket müsse noch von der deutschen Bundesregierung und der EU-Kommission genehmigt werden.

Die Lufthansa wurde wegen des Geschäftseinbruchs infolge der Pandemie mit einem 9 Milliarden Euro schweren staatlichen Finanzpaket der Bundesregierung vor der Pleite bewahrt. Der staatliche Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF) ist im Rahmen dessen seit Montag mit 20,05 Prozent größter Aktionär der Lufthansa.

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Darüber hinaus hat die Schweiz für die Tochter Swiss bis zu 1,5 Milliarden Euro Kredit zugesagt. Die Austrian Airlines (AUA) werden mit 600 Mio. Euro gerettet. Je 150 Mio. Euro schießen die Republik Österreich und die Eigentümerin Lufthansa zu. Darüber hinaus gibt es einen 300 Mio. Euro schweren staatlich garantierten Bankkredit. Die Verhandlungen mit Belgien über eine Unterstützung der Tochter Brussels Airlines dauerten am längsten. (reuters/apa/red)