Zulieferer

Beim Autozulieferer Hella fällt ein wichtiger Lieferant aus China aus

Der Ausfall eines Lieferanten aus China überschattet die jüngste Bilanz des deutschen Scheinwerferherstellers Hella. Der Nettogewinn sinkt um acht Prozent auf 272 Mio. Euro, der Umsatz steigt trotzdem um knapp neun Prozent.

Hella Zulieferindustrie Rolf Breidenbach China Ergebnisse

Der Ausfall eines wichtigen chinesischen Lieferanten im vergangenen Herbst hat deutliche Spuren in der Bilanz des deutschen Autozulieferers Hella hinterlassen. Trotz kräftiger Umsatzzuwächse musste der Scheinwerfer-Produzent mit Sitz in Lippstadt im Geschäftsjahr 2015/16 beim Nettogewinn einen Rückgang um 8 Prozent auf 272 Mio. Euro hinnehmen. Dies teilte Hella mit.

"In einem anspruchsvollen Marktumfeld erneut gewachsen"

Dabei liefen die Geschäfte eigentlich gut. Der Umsatz stieg um 8,9 Prozent auf rund 6,4 Mrd. Euro. Das bereinigte operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern lag mit rund 476 Mio. Euro um 7 Prozent über dem Vorjahresniveau. Hella-Chef Rolf Breidenbach betonte, das Unternehmen sei "in einem anspruchsvollen Marktumfeld erneut gewachsen". Treiber seien vor allem neue Produkte wie komplexe LED-Technologien, Elektroniksysteme für das Energiemanagement, Fahrassistenzsysteme sowie elektronische Lenkungen gewesen.

Hella beschäftigte zum Stichtag Ende Mai weltweit rund 34.000 Stammmitarbeiter - ein Plus von 5,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Fast jeder fünfte Hella-Mitarbeiter ist in der Forschung und Entwicklung beschäftigt. (dpa/apa/red)